Dienstag, Dezember 11, 2007

Eine Nacht mit Kriechtieren

Da waren wir neulich eingeladen zu mexikanischem Bier, Reis, Tortillas und Eisbergsalat. Ein paar Sombreros, Schnauzbärte und Gitarrengeklimper sollten Stimmung erzeugen, wirkten aber sowenig furchteinflössend wie einst Xiuhtecuhtli. Sie wissen, dieser Schokolade-mit-Chilistückchen-Gott, oder für welches Ressort war der noch gleich zuständig?

Zu besichtigen gab es dann ein Kriechtier, das neueste Fahrzeug von Europas grösstem Autobauer. Mischung aus Tiger und Leguan, angeblich. Ist ja ganz witzig, so als kleiner Bruder des Cayenne mit bünzlibörsenkonformer und umweltschonender Motorisierung. Den Marketingfritzen ist es doch tatsächlich gelungen, dieses Modell als etwas Neues zu positionieren, dabei gibt es ganz ähnlich aussehende, auch pseudo-offroadtaugliche dank Vierradantrieb und vergleichbar motorisierte Autos aus fernöstlichen Ländern wie Japan und Korea. Nix neues unter der Sonne, aber mit mit mittelamerikanischer Zudröhnung im Zentralhirn wie es auch Ometotchtli nicht besser gekonnt hätte soll der Gast wohl genau dies glauben.

Hätten die das Autochen dann nicht doch besser Tlaltecutli genannt? Kann dann zwar niemand mehr aussprechen, aber solange Seal und dieses allzeit albern kichernde Model aus Deutschland für viel Geld gezwungen werden, vor der Kamera damit rumzufahren, wird es sicherlich gekauft.

Olé und Hasta pronto!
Padre Practice

Samstag, Dezember 01, 2007

Zürich bei Nacht

Mehr zu Testzwecken: Ein neues Bildli aus der Serie Skies & Clouds. Mit dem Mobilowitsch durch's dreckige Autofenster gemacht. Reichlich verwackelt. Müssen wir noch etwas üben, der Mobilo und ich.

Gruss
PP

Karamell kugeln

Die sind von Aldi und super lecker. Ich rationalisiere den spontanen Genuss der ganzen Schachtel so: Die sind so klein und kompliziert verpackt, da verbraucht der Auspackvorgang mehr Kalorien als die Kugel dann einfährt. Negative Kalorienbilanz, man nimmt sogar noch ab! Super.

Ausserdem bleiben immer ein paar Fetzen vom Aluminium hängen und solche Spurenelemente braucht der Körper ja schliesslich auch. Also, keine Reue.

Gruss
Peter Practice

Mittwoch, November 21, 2007

Etwas aus dem Inneren der Matrix ist entkommen - wir wissen noch nicht was es ist

Unser Bild zeigt einen ehemals afrikanischen Elefanten. Gib ihn dem Urmel einen Tag lang zum Spielen und es wird daraus ein indischer Elefant. Dann haben wir ihm noch ein Rübli in den Hintern gesteckt und schnell fotografiert.

Ich hoffe, ich habe die Kontinente jetzt nicht verwechselt. Auch die Fotofunktion des Mobilowitsch, der übrigens heute einen Neoprenanzug aus dem Inter-Discount erhalten hat, habe ich noch nicht so ganz im Griff.

Im Hintergrund übrigens ein argentinisches Kuhfell und das liegt sicher in Südamerika. Oder doch in der Schweiz? Naja, ich werde es rausfinden. Jetzt gehe ich mit Mobilowitsch erst mal tauchen.

Bis zum nächsten Luftloch grüsst
Peter Practice

Samstag, November 10, 2007

Zebras in Venedig


Und dabei stand im Programmheft gar nichts von einer Tiersendung.

Gruss
Peter Practice

Freitag, November 09, 2007

Genosse

Er ist schon bei mir zuhause, allerdings noch in seinem Pappschächtelchen. Habe ihn schon ausgepackt, aufgeladen und betrachtet; die Indienreise gleich zu Beginn bleibt ihm jedoch erspart. Am nächsten Donnerstag dann kommt er zum Einsatz: SIM Karte rein und los geht's. Bis dahin kann er noch ein bisschen liegen bleiben.

Sein Name: Genosse Telefonowski Nokialew Mobilowitsch, zärtlich nur Mobilowitsch genannt. 123 Gramm, 97 mm lang, alles dran.

Mit Vorfreuden grüsst der stolze
Papa Practice

Sonntag, November 04, 2007

Interdental

Was bewegt mich eigentlich, allabendlich nach dem Zähneputzen noch mit dem schwedischen Zahnzwischenraumbürstchen im Mund herumzustochern? Was ist die Motivation für dieses Verhalten?

Es ist ja nicht so, dass ich das nur mache, weil es der Zahnarzt gesagt hat. So weit geht die Allmacht des Weissbekittelten dann doch nicht. Zumal (oder gerade vielleicht) nicht er es gesagt hat, sondern die Frau, die für die Dentalhygiene zuständig ist. Die diese Dienstleistung zwar höchst selbständig und kompetent ausführt, jedoch erkennbar weisungsgebunden dem Chef der Praxis ist. Und damit in der Hierarchie an anderer Stelle steht.

Ist es vielleicht die Furcht vor der horrenden Rechnung, wenn mal der Zahnersatz fällig wird? Nein, auch das kann ich mit Sicherheit ausschliessen. Denn über die Höhe einer solchen Forderung habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, ich habe keine Idee (vielleicht doch die vage, dass es viel sein wird, sehr viel). Ausserdem ist das noch so weit weg wie einem Zwanzigjährigen die Pensionierung. Das ist extrem lange bis dahin und definitiv heute kein Thema.

Was dann? Was ist der Grund, abends die zwei Extraminuten noch zu opfern, nachdem man in der Kindheit ja schon umfassend darauf konditioniert wurde, dass zwei Minuten Zähnebürsten nach den Mahlzeiten ja bereits das Maximale ist, was man für die Beisserchen tun kann. (Die dann doch noch in der Grundschulzeit ausfielen, bzw. von mir in langweiligen Unterrichtsstunden unter Genuss des Schmerzes rausgepult wurden. Lange her, aber doch noch frisch in der Erinnerung!)

Was dann? Damals wurde sogar mal eine Munddusche angeschafft, als das Thema aktuell war (Anfang der 80er, schätze ich. Als der Färbetest noch im farbigen Werbefernsehen - welches diese Form der Werbung überhaupt erst möglich machte - zu sehen war, wobei ich den Blendax-Antibelag-Spot auf noch früher datiere). Die allerdings konnte sich nicht durchsetzen, zu umständlich in der Bedienung, vermute ich.

Was dann? Was lässt mich zu dem kleinen Drahtding mit orangenem Plastikgriff greifen? Vielleicht das mittelfristige Ziel, den Prozess irgendwann ohne Blutungen zu überstehen. "Das lässt mit der Zeit nach", hiess es. Das Zahnfleisch ist dann daran gewohnt. Konditioniert? Es lernt, das Bürstchen zu ertragen? Ist es das? Klassisch oder operant? Diese Frage wird heute nicht abschliessend beantwortet.

Ein gefundenes Seminararbeitsthema?

Ich werde berichten. Bis dahin grüsst
Peter Practice

Donnerstag, November 01, 2007

Alter Zopf

Ich werde oft gefragt, "Herr Practice! Wie machen Sie das bloss?". Stimmt es denn, dass die Nasenhaare umso schneller nachwachsen, je mehr man sie abrasiert? In Indien, wo ich immer häufiger bin, wird das sogar richtig kultiviert. Der eine Typ hat sich die Haare, die ihm aus den Ohren wachsen, zu so kleinen Zöpfen geflochten. Das sieht echt irre aus. Frage mich, ob er das selber macht, vor dem Spiegel, oder ob ein Fakir mit ganz kleinen Händen ihm dabei hilft. Vielleicht gibt es ja auch künstliche Echthaarverlängerer für Ohren- und Nasenhaare.

Muss mal versuchen, mit dem Handy davon ein Photo zu machen und hier zu posten. Nicht, dass die Leserschaft meint, ich verzapfe hier Unsinn. Das tue ich, jedoch wahren Unsinn, nichts erfundenes. Muss jedoch vorher den Auslöser auf Lautlos stellen, sonst fällt es auf.

Stichwort Auffällig: Mir fällt jedenfalls gelegentlich auf, dass am Rand der Ohrmuscheln dieser leichte Flaum auch vereinzelt länger wird. Merkt man jedoch kaum, denn ist ja fast unsichtbar. Wie schön, dass auch das Alter noch Überraschungen bereithält.

Jetzt kommt der kleine Hund und stupft und will Brekkies.

Bis bald, Grüsse von
Peter Practice

Dienstag, Oktober 30, 2007

Flugzeug

Naja, die treue und geneigte Leserschaft hat es bemerkt: Die Einsendearbeiten haben dann doch etwas mehr Zeit absorbiert, als ursprünglich vorgesehen, deswegen die lange Pause auf diesem tollen Blog. Jetzt ist grad Pause, als nächstes geht dann die erste Hausarbeit los. Ein Thema habe ich mir noch nicht gesucht.

Heute sass ich im Flugzeug zurück von Madrid und es war glücklicherweise ein kurzer Flug. (Jedenfalls im Vergleich zu den sonstigen Reisen.) Es gibt jetzt kleine Schokotäfelchen, nicht mehr den Crossair-Taler. Ich nehme immer zwei, was aber von den Wärterinnen stets argwöhnisch beäugt wird. Aber ich bin Senator. Ich darf das. Du da, mach das weg. Mein Schloss.

Jedenfalls sassen neben mir so zwei Bauern, die offenbar zum ersten Mal im Flieger sassen (meinetwegegen zum zweiten Mal, denn es waren Schweizer und ich nehme nicht an, dass sie nach Madrid geschwommen sind). Und die waren so scheiss-unfreundlich, wie man das normalerweise nur von den Teutonen kennt. Haben das den Wärter spüren lassen, der hatte aber ein dickes Fell. Brüllen "Kaffee", "Mineral", "mehr Zucker". Kein "Bitte", kein "Danke", nix. Der Gipfel war dann, dass sie dem Wärter pfiffen (sic!), um den Abfall loszuwerden. Wirklich, der hat den angepfiffen, damit er die Müllschachtel noch mal herreicht. Ich dachte, ich höre nicht richtig.

Richtig gut sehen jedoch konnte ich schräg gegenüber, auf der anderen Gangseite, den Berater einer grossen Revisionsgesellschaft. Bzw. seinen Computer, auf dem er ausgiebig an seinen Proposals für "Enterprise Wide Risk Management" bei einer grossen schweizerischen Firma und für "Code of Conduct" bei einem deutschen Grossunternehmen der Automobilbranche gearbeitet hat. PowerPoint hat den Vorteil, dass auch ohne "Beamer" (wir hatten früher nur die so genannten Hellraumprojektoren) die Wörter weithin sichtbar gemacht werden können.

Wozu noch Hacking-Kenntnisse mühsam erlernen? Zugfahren und Flugreisen bringen einem so viele Geschäftsgeheimnisse ein. Man sollte über ein Diplom in dieser Aktivität nachdenken.

So, jetzt muss ich über die nächste Hausarbeit nachdenken. Vielleicht schreibe ich über Spionage für Doofies oder so etwas schreiben.

Es grüsst
Rudolf Iwanowitsch Practice

Montag, September 24, 2007

Häusliche Arbeit

Jetzt sind sie also da, die Einsendeaufgaben für das erste Semester / Modul. Erwartungsgemäss hat sich der kalte Schauer beim erstmaligen Lesen spontan eingestellt und die Stimmungslage "Oh Shit no" hat sich als Dauerzustand für werweisswielange etabliert. OK, das ist etwas übertrieben. Nach dem Lesen der kompletten Studienbriefe, teilweise schon zum zweiten Mal, sind nicht alle Begriffe fremd und inhaltsleer, einige hat man schon mal gehört und bei manchen Fragen stellen sich bereits Überlegungen möglicher Antworten ein. Besser jedenfalls als total ahnungs- und verständnisloses Starren auf die Bearbeitungsseiten. So mit aufgerissenen Mund und Augen (eye-popping).

Ein intensiveres Sich-Befassen mit dem Bearbeitungsbogen wird sicherlich noch weitere Einsichten bringen und es ist ja schliesslich noch etwas Zeit bis zum ersten Einsendetermin Anfang November. Ich werde berichten.

Ansonsten ist heute ein fundamentaler Entschluss in meinem Leben gefällt worden, der hoffentlich meinen Knien gut tun wird. Dann ist mit dem Jiu Schluss und die erworbenen Gürtel werden an den Nagel gehängt. Nicht einfach, aber es muss sein. Schliesslich fällt mir noch heute das Laufen nach hundertfacher Seionage ziemlich schwer, weiss nicht, wie die anderen das machen. Mehr Voltaren und Spiralgin verträgt keiner!

Bis bald, dann wieder mit lustigen Fotos zum Ausschneiden und Sammeln!
Gruss
Peter Practice

Sonntag, August 26, 2007

Wochenende

video
Neulich, an einem Samstagmorgen, stand ich beim Coop an der Kasse und hatte vergessen, die Pfirsiche zu wiegen. Das hat die ..., die Dame hinter dem Warenförderband dann für mich gemacht, ohne mich mit einer Tirade an üblen Schimpfwörtern zu belegen und auch ohne mir Blicke, die sonst nur beim Reinstecken von Nadeln in Voodoopuppen geworfen werden, zuzuwerfen.

Wie lautet eigentlich die Berufsbezeichung dieser Personen? Verkäuferin passt schlecht, denn sie beraten ja nicht und kennen sich mit den Supermarktwaren auch nur oberflächlich aus. Band- und Kassenoperateurin? Maestrokarten-Lesegerät-Beobachterin? Kassenzettelzusammenfalterin? Ich weiss es nicht.

Jedenfalls hat sie ohne zu Murren die Pfirsiche gewogen, vielleicht kam ihr die Abwechslung, mal fünf Meter zwischendurch zu laufen, auch gar nicht so ungelegen. Ich habe mich ja dann auch für mein Versäumnis unterwürfigst entschuldigt. Als ich dazu niederknien wollte um mein Haupt dem Fussboden zu nähern, bin wahrscheinlich sogar kurzfristig aus ihrem Blick entschwunden. Zwischen den Kassen ist es gar nicht so einfach, wieder zurück in den aufrechten Gang zu gelangen. Der Durchgang ist ja eher horizontal, man muss also echt der Schwerkraft trotzen.

Eigentlich wollte ich aber etwas ganz anderes erzählen. Es war ja Samstag und da trotz meines unentschuldbaren Fehlverhaltens im Supermarkt das Personal noch freundlich bleibt, wurde mir sogar ein schönes Wochenende gewünscht. Das habe ich mit einem "Danke, gleichfalls" beantwortet. Jetzt könnte eine unerwartete und dramatische Wendung eintreten. Wenn sie jetzt wieder mit "Danke, gleichfalls" antwortet, so muss ich mich wieder bedanken. Der aufmerksame Leser spürt, wohin die Reise geht. Das Martyrium einer Endlosschleife droht, wenn man sich zuviel gegenseitige Aufmerksamkeit bzw. den allgemeinen Freundlichkeitsfloskeln zuwenig Aufmerksamkeit schenkt.

Mit jedem "Danke, gleichfalls" wäre ich länger an das lebensweltliche Zwischen (R. Gröschner) der Supermarktkassen gefesselt und ich stünde dort noch lange nachdem die erstgewogenen Pfirsiche erst schrumpelig, dann schimmlig geworden wären. Sisyphos und Tantalos vereint in der Coop Filiale! Ein Aufschrei geht durch die Gesellschaft!

Oh, jetzt kommt der Herr Jauch.

Einen schönen Abend wünscht
Peter Practice

Häusliche Gewalt

Guten Morgen. Ich habe mich entschlossen, ein wichtiges und brisantes Thema auch in meinem Blog anzusprechen und keinen Bogen darum zu machen. Es handelt sich um die häusliche Gewalt, kurz: HG.

Dies ist ein ernstes Thema und auch Mathematikreferendar E.H. aus K. wird mit Interesse aufermerksam weiterlesen. Bevor wir jedoch vertieft in die Thematik einsteigen, hier zunächst die Bilddokumente des freiwilligen Selbstversuchs:


Die Diskussion ist eröffnet. Bitte benutzen Sie die Kommentarfunktion.

Freundliche Grüsse
Peter Practice

Donnerstag, August 23, 2007

Nacktfoto

Um die Besucherzahlen auf diesem Blog etwas in die Höhe zu treiben, habe ich mich nach langer Überlegung entschlossen, ein Nacktfoto von mir zu veröffentlichen. Hier ist es:

Grüsse, diesmal wieder vom Subkontinent!
Peter Practice

Mittwoch, August 15, 2007

Blei oder Kugel?

Ich trinke nicht. Sozusagen aus religiösen Gründen. Denn wenn ich religiös wäre, müsste ich mich den ganzen Tag betrinken.

Wollte eben beim Einchecken am Thai Silk Schalter schnell ein Foto des chinesischen Kindes mit seinem bleivergifteten Plastikspielzeug machen, ging aber dann nicht mehr. Aber das kann ich ja nach der Landung nachholen.

Gruss
Peter Practice

Sonntag, August 12, 2007

Atari trifft Käsebrot

Ich werde oft gefragt, "Herr Practice, wo kommen eigentlich die Pacmen her? Sagen Sie uns das." Nun, die Antwort ist nicht schwierig. Erst neulich habe ich Gelegenheit gehabt, eine Pacman Farm zu besichtigen. Dabei konnte ich diese Aufnahme einer Kohorte nahezu fertig gebrüteter Pacmen, noch im Brutkasten, erstellen.

Eigentlich nichts geheimes oder spezielles, muss man halt mal gesehen haben. Leider veranstalten die keine offiziellen Führungen und man kommt nur mit Vitamin B (oder C?) rein.

Neulich war ich in Sao Paulo, einer grösseren Stadt in Brasilien. Von dort habe ich Fertigbackmischung für Pan con Queso bzw. dessen portugiesischer Variante Pao con Queijo oder so ähnlich, weiss niemand so genau, wie man das ausspricht, mitgebracht. Superlecker das Zeug und bei der nächsten Reise werde ich extra einen grösseren Koffer mit freier Ladekapazität mitnehmen.

Es grüsst an einem schönen Spätsommerabend
Peter Practice

Freitag, August 03, 2007

Die Aussichten


Heiter bis rosig. Äh, geranig.

Schneekanone, 1. Weltkrieg


Gemalt von Gerhard Richter.

Ella


Es grüsst mal wieder aus Mumbai
Euer Peter Practice

Donnerstag, Juli 26, 2007

Büroschuhe

- sind unbequem
- sehen scheisse aus
- sind bei Nässe noch rutschiger als sonst schon
- sind schlecht für den Fuss und die Kniee
- kosten ein Heidengeld
- haben total schnell Macken, sehen dann verranzt aus und müssen entweder geputzt, repariert oder ersetzt werden (das zumindest wollen einen die Vertreter der Herstellerindustrie glauben machen)
- stellen eine grosse Gefahr beim Autofahren dar, die Haftung zu den Pedalen ist sehr schlecht
- erfordern hohe Zusatzinvestitionen (Pflegemittel, Schuhspanner)
- sind im Winter einfach total unbrauchbar

In Italien habe ich mir vier Paar gekauft. Ich fühle mich schlecht.

Gruss
Peter Practice

Montag, Juli 23, 2007

Lieutenant Uhura

Bei der letzten Huru (= Hunderunde) bin ich auf dieses schon fast herbstlich anmutende Motiv gestossen. Jetzt sind die Felder stoppelig und vor 300 Jahren oder so wäre jetzt die Zeit, um in den Krieg zu ziehen. Die Ernte ist eingefahren, den Bauernburschen ist langweilig und Playstation gab's noch nicht. Auf den abgemähten Feldern lässt es sich gut metzeln und man bleibt auch im Herbst noch in Form. Ergometer gab es ebenfalls nur wenige. Der jahrtausendealte Hüftschwung mit Sichel und Mistgabel funktioniert bei Ähren und Gesindel der feindlichen Kohorten. Genetisch gesehen steckt der noch in uns allen und lässt sich vor allem auf dem Golfplatz und der Driving Range zum Erwerb der Platzreife umsetzen.

Ich werde oft gefragt, wie ich die Übersicht behalte angesichts der vielen Netzwerke aus ehemaligen Kollegen, Freunden und Klassenkameraden. Kein Tag vergeht, an dem man nicht eine Aufforderung erhält, sich in professionelle oder erkennbar zweck- und nutzlose Gemeinschaften zu integrieren, um Fotos von sich heute und und damals hochzuladen. Der Sinn bleibt unklar, obschon ich ggf. einen neuen Mitarbeiter in Mumbai finden könnte (Kontaktaufnahme via Mittelsmann hat bereits geklappt und CV liegt auch schon vor). Ich werde berichten, ob es funktioniert. Zweimal ausgedruckt nennt man den Lebenslauf auch "Ente" (2CV).

Allen Netzwerken gemeinsam ist, dass die Haupttätigkeit im Registrieren und Pflegen der eigenen Daten besteht. Dann noch ein paar Einladungen versenden und für den automatisch generierten Spammails der Forumsbetreiber ("Oliver Thiel" und dergleichen) eine Filterregel "ab in den Müll" zusammenklicken. Wenn diese Hürde genommen ist, passiert nicht mehr viel. Spannend wäre mal ein Messvorgang zur Halbwertszeit der selbstgewählten Passwörter für diese spannenden Seiten. Demenzdiagnostik gemessen an der Anzahl von Passwort-Reset-Anfragen. Solange es SOX-compliant ist, einverstanden. Huch, englisches Wort - Blog beenden.

Gruss und Gute Nacht wünscht
Peter Practice

Samstag, Juli 14, 2007

Heia Safari!

Schau mir in die Augen, Kleiner.

Unser Bild zeigt Grosswildjäger Herrn C.-F. G. aus T. beim Versuch, sich vorsichtig robbend an unsere Hündin D. anzuschleichen und mit einer blassblauen Betäubungsmunition im Blasrohr zu fangen.

Es blieb beim Versuch.

Gruss
Peter Practice

BMW-Sauber-Nick-Heidfeld-Rennliege

Dreht bis 19'000 und hat Traktionskontrolle. Ins vordere Chassis mussten sie so Hubbel über die Nikes konstruieren. Sieht aus wie zwei Turbohutzen und war im Windkanal nicht einfach.

Gruss
Nick Practice

Montag, Juli 09, 2007

Triptychon


Zum Vergrössern klicken.

Viel Spass wünscht Peter Practice

Sonntag, Juli 08, 2007

Bohnen ausspucken

Gut, wir sind zurück und haben was zu erzählen. Zum einen, dass ich bloss halb da war:















Bruce Willis hätte an dieser Stelle ein weisses Unterhemdchen getragen, selbiges aber wahrscheinlich schon in der zweiten Kurve mit Ei Blut und Kakao besutzelt. Wir reisten in schwarz, anlässlich der Premiere des angeblich supertollsten Handy's, über das allerdings schon schlaue Nochnichtbenutzer schon die härtesten Verrisse loslassen. iMac - iPhone - Ei Kall - mei Droppe!! Die Familie Hessselbach war ihrer Zeit schon weit voraus, quasi damals schon bei Web 3.0, das wusste nur niemand oder aber es war geheim.

Nach langer Forschung haben wir auch folgendes herausgefunden: Die Weissworscht weiss dass sie eine Worscht ist, denn sie hat Hirn (s. Abbildung). Einfach lange genug auf den farbigen Punkt blicken.

Schon spät. Gruss Peter Practice

Mittwoch, Juni 06, 2007

Obelix Diplom Therapeut

Trotz des Namens schmeckt dieses Mineralwasser ganz akzeptabel.



Übrigens, eröffnen auch Sie einen Blog. Es gibt kostenlose Gutachten vom Oberguru, wenn man Glück hat. Muss man woanders viel für zahlen.

Gute Nacht und angenehme Träume wünscht
Peter Practice

Rote Birne

Bin momentan nicht in der Stimmung, viel zu schreiben. Stattdessen ein paar Impressionen aus Mumbai. Das ist eine Stadt in Indien (was nicht jeder weiss). Und ich bin auch nicht in den Ferien hier.








Gruss Peter Practice

Samstag, Mai 26, 2007

Abschlag mit Handicap


Es jährt sich der Schulabschluss zum zwanzigsten Male. Eine Abiturfeier steht an, voraussichtlich Ende Juni. Ich bin erstaunt, wieviel elektronische Post der ehemaligen Klassen- bzw. Stufenkameraden sich fast täglich ansammelt. Dabei bin ich der festen Überzeugung, dass bis zum Zeitpunkt des Abiturs damals noch keiner der Teilnehmer jemals eine E-Mail empfangen, geschweige denn verfasst und -sendet hat. Selbst die Anleitung für den Zauberwürfel (der in der gesamten Welt nur unter Rubik's Cube bekannt war, nur die Deutschen ....., ich habe bereits früher darüber berichtet) musste man aus dem Spiegel "herauskopieren", downloaden war eindeutig nicht möglich. Jetzt aber, im Alter von fast 40 oder darüber, lässt jetzt jeder die Tasten krachen, dass die Abwehrdienste schon fast von Mail Flood Attacks und DDOS sprechen.

Aus Sicht des Projektmanagement-Lehrbuchs jedoch ein verbesserungsfähiger Versuch. Von den ca. 60 Abiturienten werden derzeit von den Kettenbriefen nur etwa 34 adressiert und es scheint nicht mal sicher zu sein, ob alle Adressen überhaupt gültig sind. Mein eigener Beitrag z.B. hat etwa drei Fehlermeldungen unerreichbarer Empfänger erzeugt. Also ist die Hälfte der Kolleginnen und Kollegen gar nicht "im Loop". Ursache: Unvollständige Information bei Projektbeginn und mangelhafte Datenerhebung in der Vorstudie. Die Excelliste weist fehlende E-Mail Adressen bei ca. 26 Personen auf und 14 gelten gar als "verschollen" (einen davon konnte ich allerdings auftreiben und in den Verteiler einfügen).

Analysiert man die Stimmungslage der designierten Projektteilnehmer, so machen es diese dem Leser schwierig, die überschäumende Vorfreude zu erkennen. Die Messung ergibt das gelegentliche "ich freue mich" (ca. 2 x), viele unverbindliche Antworten ("werde kurzfristig entscheiden", "ist zuviel Stau", "komme etwas später", ...) oder offenkundiges Desinteresse ("Ich werde nicht kommen können.")

Vielleicht hat auch die Ankündigung, in Oberstufenaufenthaltsraumambiente den Abend verbringen zu wollen, eher Beklemmung denn Begeisterung ausgelöst. Zumal es dort anscheinend nichts zu Essen gibt, und das ist schliesslich auch unter nicht mehr ganz taufrischen Abiturientinnen und Abiturienten noch immer ein Grundbedürfnis. Etwas mehr Motivation wäre angebracht. Vielleicht der allfällige Hinweis auf Projektziele und "Incentives" oder "Nutzen". Ich gebe zu, gerade das zuletztgenannte Konzept blieb schon 1987 vergleichsweise im Dunkeln. Wewegen dann auch Viele sich in den Staatsdienst am Gewehr gestürzt haben. Da kriegt man wenigstens Ziele (vorgegeben), habe ich mir sagen lassen.

Das noch nicht vollständig konstituierte Projektmanagement hängt natürlich auch ziemlich in der Luft, verbirgt kaum die durchaus noch ausbaufähige eigene Motivation und hat natürlich keinerlei Unterstützung "von oben" - wer auch immer das im konkreten Fall sein mag, die Spielerfrauen vielleicht? Ein Steuerungsausschuss wäre eine gute Idee.

Schliesslich noch der fehlende Hinweis auf die Ressourcensituation. Noch immer unklar. Leerkörper? SK2? Restaurant ohne Namen? Führung durch das MvLG? Oder gar die Rhenania selber??? Leider ist durch deren blosse Nennung der absolute Killertorpedo schon mit der ersten Depesche verschossen worden, da kann man ja gleich mit geladenen und entsicherten Waffen auf die Wacht am Rhein bei Rüdesheim fahren. I believe I spider!

Hätte bei mir keine Chance!

Jetzt zum Nachtessen: Guaccamole und Crevettenspiesse mit Knoblauchsosse. Danach beim Fernsehen Microwellenpopcorn.

Es tut uns leid, Ihnen keinen besseren Bescheid geben zu können.
Hochachtungsvoll

Peter Practice

Donnerstag, Mai 17, 2007

Können Brombeeren dick machen?

Seit kurzem habe ich doch so ein modisches neues Mobiltelefon, mit dem man auch Mails empfangen kann. Bzw. das geht automatisch und es piepst oder blinkt oder schüttelt sich dann so, als ob es den Inhalt der Nachricht schon kennte. Man könnte fast sagen, es windet sich. Tja, das sind stürmische Zeiten.

Blackberry heisst das Teil und ist eigentlich ganz schön, es nennt sich mit Zweitnamen sogar "Perle". Dann haben sie mir noch ein Täschli, ein so genanntes Holster, geliefert. Das kann ich an den Gürtel klipsen und komme so dem Vorbild von Smith&Wesson recht nahe. Allerdings trägt das schon sehr auf, besonders unter dem auf Taille geschnittenen schwarzen Zweireiher, den ich manchmal an heissen Tagen wie diesem, trage. Dann denken die Leute gleich, der Herr Practice hat wieder etwas zugelegt.

Werde mal nachfragen, ob es auch einen Schulterhalfter gibt für das Ding und ob der Lack achselschweissbeständig ist. Kann dann allerdings sein, dass das Ziehen nicht mehr so schnell geht oder das Vibrieren zu kitzelig ist. Deswegen sind die französischen, stangenförmigen Baguette-Weissbrote auch so flexibel, schliesslich werden die beim Velofahren ja unter den Arm geklemmt, damit sie vom Fahrtwind nicht frieren. Gleichzeitig saugen sie den Achselschweiss auf und entfalten somit eine fantastische desodorierende Wirkung. Das geht mit Wasa nicht, denn auch hier würden die Krümel Kitzelanfälle auslösen.

Vielleicht gibt es demnächst mal ein Foto von der Perle, obschon die nur 1.3 MPixel liefert, dafür aber Zoom.

Bitte dran bleiben! Jetzt aber schnell das neue Natel unter den Arm geklemmt und ab auf den Crosstrainer.

Es grüsst
Peter Practice

Freitag, Mai 11, 2007

Schalt doch mal Radio Rangun ein!

Ich werde oft gefragt, wozu die Umschalttaste auf dem Computer gut ist. Nix versteh? Ich meine, die Shift-Taste, von denen es eigentlich mindestens zwei gibt, oft sogar eine dritte zum Feststellen. Damit macht man dann GROSSBUCHSTABEN! Und Ausrufezeichen u.v.m.

Immer noch nix versteh? Dann gehören Sie wahrscheinlich auch zu den Gross- und Kleinschreibungsignorierern, denen insbesondere in Emails dieser kleine Tastendruck, bei dem zudem die Wahl ob links oder rechts besteht, zuviel und lästig ist. Erschreckenderweise ist das mittlerweile die Mehrheit, wie es mir scheint. Pfui! Immer mehr Menschen scheint es echt zuviel zu werden, dem Leser zwecks besserer Verständlichkeit diesen Dienst zu erweisen. Es drängt sich die Vermutung auf, bereits der Schreibende hält den Text ohnehin viel zu unwichtig und die Umschalttasten könnten eigentlich auf ebay versteigert werden. Wenn man dann nicht immer mit den Manschetten an den Lücken in der Tastatur hängenbliebe!

Zu allem Überfluss sind es auch noch die Kollegen aus dem eigenen Abiturjahrgang, von denen - ich unterstelle hier einfach - während der mindestens dreizehnjährigen Schulzeit nie einer jemals eine E-Mail geschrieben hat. Gab es damals noch nicht, jedenfalls nicht in unserem Computerlabor. (Apple IIe gab es, aber kein Netzwerk. Während dieser im Idealfall "nur" dreizehn Jahre hätte es schon Legionen an Schimpansen gebraucht, den Satz "Google das mal im Internet!" zufällig auf den monochrom grün leuchtenden Bildschirm zu bringen! Immerhin wäre da dreimal die Umschalttaste benutzt worden und so viele Affen passen gar nicht an die Tastatur. Obschon, wenn ich so durch meine private Inbox mit dem ganzen Spam drin scrolle, könnte man meinen, das geht doch.


















Gleich zwei Botschaften der Ehemaligen kamen heute rein und bei beiden krassester CAPS-Mangel! Gibt es dafür schon einen wissenschaftlich-klinischen Namen? Glücklicherweise braucht es für den Alphakringel nur die AltGr oder Apfeltaste oder was. Jetzt wird mir auch klar, warum es Holger G. aus der Stufe über uns vor einigen Jahren mal auf das Titelblatt der Bildzeitung geschafft hat, überschrieben mit "Deutschlands dümmster Lehrer". Tags zuvor hatte er bei Herrn Jauch im deutschen Farbfernsehen Ostsee und Nordsee miteinander verwechselt und ist dann an der Hauptstadt von Myanmar gescheitert. Lächerlich. Und Dr. Achim B. war noch Telefonjoker und hat irgendwas mit Nasenschleim richtig vorsagen können.

Holger G. kam aus Metternich, genau wie der Stefan B. Der wiederum hat morgen Geburtstag (der erste von uns in der vierten Liga!) und deswegen gehe ich jetzt und überlege, was ich ihm erzählen kann, wenn ich ihn morgen anrufe. Der ist Lehrer und weiss daher schon alles (oh, Holger G. ist auch Lehrer, ich sollte meine Aussage überdenken). Vorher aber schaue ich noch schnell bei ebay, ob es mehr Umschalttasten oder mehr Blinkerhebel im Angebot gibt, denn die braucht ja auch noch kaum jemand. Wäre doch ein Rieseneinsparpotential für die Hersteller. Normalerweise gibt es ja schon riesige Prämien, wenn eine einzige Schraube oder ein Federring irgendwo eingespart werden kann, wie sieht es dann erst beim Blinkerhebel samt Relais und orangefarbenen Gläschen aus? Ich könnte reich werden!

Im nächsten Post werde ich sicherlich davon berichten, vielleicht dann schon von Mauritius oder La Réunion.

Gruss und Gute Nacht
Peter Practice

Dienstag, Mai 01, 2007

Beim Graben

Ich werde oft gefragt, ob ich mich an dieses oder jenes weit zurückliegende Ereignis erinnern kann. So etwa die Glanzzeit von Connie Francis (mein Jahrgang) oder an die Pilotfolge der genialen englischen Fernsehserie "Die Profis". Dabei verwenden die Leute eine eigenartige Art der Fragestellung, nämlich, ob ich mich erinnern "mag". Dieses "mag" kommt von "mögen", richtig?

Mir dagegen ist eher die Frage mit "Kannst Du Dich erinnern?" geläufig. Es drängt sich mir auf, dass hier mehr dahinter steckt als nur regionale Varianten zweckgleicher Aussagen. Zwischen "mögen" und "können" sehe ich einen bedeutsamen Unterschied. Klar würde ich mich gerne an die Live-Übertragung der ersten Mondlandung erinnern "mögen" oder an den Tag als ich das erste Mal in die Mosel fiel (beim Versuch, auf einer etwa ein Quadratmeter grossen dünnen Styroporplatte ans andere Ufer zu gelangen, was dem etwa halb so schweren Frank B. aus der Layer Strasse auch gelang). Ich kann aber nicht. War zu klein bzw. zu gross.

Mittlerweile antworte ich so: "Ja, ich mag mich erinnern, kann aber nicht". Wer mich dann vorwurfsvoll anschaut, der kann mich mal mögen.

Im nächsten Post widmen wir uns der nur schwerlich zu verneinenden Frage "Sind Sie noch da?". Ein Relikt, welches die Nicht-Videotelefonierer unter uns Älteren noch kennen. Jetzt muss ich aber los, Telefonkonferenz mit Connie Francis und Charles Atlas ("bitch" und "asshole").

Es grüsst
Peter Practice

Mittwoch, April 25, 2007

Kontrolle 17

Derzeit bin ich auf einem dreitägigen Training in einem grossen internationalen Hotel in Zürich. Ich sollte vorweg bemerken, dass ich diese Kette schon vorher gehasst habe, seit in der "Filiale" in Düsseldorf mal mitten in der Nacht ein Hotelangestellter in meinem Zimmer stand und neue Gäste hereinführen wollte.

Hier ist mir nebst unfreundlichem Personal, Nichtaufräumen nach Kaffeepausen, zuwenig Kaffeemaschinen und dreckigem Teppich in den Sitzungszimmern folgendes aufgefallen: Einige der Angestellten tragen Namensschilder, auf denen jedoch nicht bei allen die gleiche Konvention eingehalten wird. Manche tragen nur den Vornamen zur Schau, manche den vollen Vor- und Zunamen. Andere wiederum laufen unetikettiert durch die Gegend.

Sind das drei unterschiedliche Klassen von Mitarbeitern? Kann ich die "einfachen" beim Vornamen ansprechen, gar duzen, und sind die anderen mit dem Familiennamen anzusprechen? Sind die "Unbenannten" unberührbar wie in Indien? Wie verhält man sich hier als Gast?

Mehr noch, was bedeutet das für den Mitarbeiter selbst. Ist der Namenslose der nichtswürdige Unterling? Gelten für ihn auch keine Unfallvorschriften? Sind sie vogelfrei oder in der unteren Kaste? Bekomme ich erst nach erfolgreicher Staubsaugerfahrprüfung einen Vornamen? (Aber halt, gestaubsaugt wird ja nicht.) Bin ich Kader, wenn der ganze Name veröffentlicht wird? Haben die mehr Rechte? Dürfen die Namenlosen am Ende gar nicht mit den Gästen sprechen? Warum werden sie dann sichtbar?

Mein Schlüsse aus den Beobachtungen: Es gibt gar kein System. Jeder macht es wie er will, es gibt vielleicht eine Weisung, Namensschilder zu tragen, aber keiner hält sich dran und das Management kümmert sich nicht. Wer unbedingt ein Namensschild haben will, lässt sich bei irgendeiner zentralen Stelle (z.B. Hausabwart oder Personalwesen) eins anfertigen und bestimmt nach eigener Einschätzung, was darauf zu lesen ist. Vielleicht ja auch nur der Künstlername oder ein Pseudonym. Man läuft ja immerhin Gefahr, angesprochen zu werden und das will bekanntlich längst nicht jeder.

Für mich ein weiterer Grund, dieser Hotelkette keine weiteren Symphatien entgegenzubringen. Zumal ja im deutschen privaten Farbfernsehen jeden Tag das bescheuerte Töchterchen beim Verschleudern des (bereits angetretenen?) Erbes gezeigt wird.

Es grüsst
Peter Practice

Freitag, April 13, 2007

Hauptbahnhof

Erdkundeabitur

Habe eine Weile hier nichts hinterlassen, weil wir die Ostertage in München verbracht haben und ich zu geizig war, für fünf Stunden Internet 21 Euros zu blechen. Das ist der Gipfel, oder, "this takes the biscuit", wie der Engländer zu sagen pflegt.

Das Hotel war aber doch recht faszinierend. Was es da alles gab, erstaunlich. Die Eiswürfel haben dort ein eigenes Büro, worin sie gesichtert im wärmeisolierten Stahlkasten auf den Anwender warten. Übergabe erfolgt dann über eine berührungsfreie Dropsafe Schnittstelle. Da könnte sich manche Datenprotokollierungskomponente eine Scheibe von abschneiden. Sozusagen als Dessert gab es dann jeden Abend vor dem Schlafengehen noch einen Becher frischer Eiswürfel, die allerdings eher zylinderförmig waren. Aber das würden die arabischen Mitbewohner nicht verstehen.

Was mich aber echt umgehauen hat, ist ein Service der besonderen Art. Das Hotel besitzt eine Art Orakel, welches man befragen kann, sollte einen das löchrige Gedächtnis im Stich lassen. Unser Bild zeigt die Portallösung und gibt gleichzeitig einige Anwendungsbeispiele sowie den Zugangscode (2110). Ich habe nämlich glatt vergessen, ob ich damals (1987 - es zeichnet sich die 20-Jahr-Feier ab, diverse E-Mails in den letzten Tagen lassen Düsteres erahnen!) im Erdkundeabi den Bogen A oder den Bogen B bearbeitet habe und hätte zu gerne die Antwort vom Orakel gewusst. Blieb aber dann keine Zeit angesichts der Ostereiersuche.

Ausserdem mussten wir jeden Morgen beim Nachbarn die F.A.Z. klauen, denn bei uns lag nur dieses skandalöse Blatt, die "Abendzeitung". Anders gesagt, das definitive Schlusslicht der deutschen Presselandschaft, noch hinter der "Welt". Andererseits habe ich dann doch verschämt den Titelbund der Frankfurter Allgemeinen versteckt, als ich auf öffentlichem Platze, dem Rindermarkt, zum Lesen kam. Es beschleicht einen ein ungutes Gefühl, mit immobiliem Knie von mehreren grobschlächtigen Metzergesellen, die Suurhaxn, Kutteln und gebackene Euter wahrscheinlich schon zum Frühstück verzehren, sofort als Saupreiss erkannt zu werden. Wenn die zulangen, hilft auch die 2110 nicht mehr.

Bis später - es grüsst
Peter Preusse Practice

Mittwoch, März 28, 2007

Ungeheuerlich!

Bei uns gegenüber ist ein Mord geschehen. Die Polizei hat die Umrisse des gemeuchelten Riesenbandwurms eingezeichnet (unser Bild).

Es grüsst
Peter Practice a.k.a. InspectorColombo

Montag, März 26, 2007

Stock

Der Deutsche nennt sie gemeinhin Krücke, hierzulande ist es einfach der Stock bzw. die Stöcke. Ebenso bezeichnen die teutonischen Nachbarn die Hauptwaffe beim (Eis-)Hockey als Schläger, auch der jedoch ist in Helvetien als Stock land- und bergläufig bekannt.

Ich werde oft gefragt, Herr Practice, wie ist das möglich? Ist denn das alles ein und dasselbe? Stock gleich Krücke gleich Schläger gleich Stock? Was aber bedeutet stocksauer? Bedient sich womöglich auch ein Herr Federer eines Stockes?

Nein, ganz und gar nicht. Hier dürfen keine voreiligen und falschen Schlüsse gezogen werden. Um den ins Spiel gebrachten Herrn Federer gleich wieder entlasten zu können, der nutzt ein Racket. Er betreibt sozusagen Racket Science.

Ansonsten muss eben aus dem Kontext geschlossen werden, was gemeint ist. Genau wie bei Busse (öffentliches Verkehsmittel, pl.) oder Busse (Geldstrafe). Solche Verwirrungen gibt es im Hochdeutschen genauso, nur da hat man sich schon daran gewöhnt oder man macht zumindest nicht mehr so einen Buhei darum, höchstens wenn mal auf rustikale Weise lokale Besonderheiten verulkt werden sollen (z..B. das Ort, der Radio, die Mass, Viertel Drei für 14:15 Uhr, ...).

Also, locker bleiben.
Gruss Peter Practice

Mittwoch, März 21, 2007

Was fällt uns zu Paddy ein?


Da stellt man sich doch auf jeden Fall etwas Irisches vor. Ein Nachnahme, der mit grossem O Apostroph beginnt. Z.B. O'Sullivan oder O'Toole oder O'Bree. Schlechtes Wetter, irisches Wirtschaftswachstum und Hungersnot von 1845. Da lernten die Menschen, dass man Gras nicht essen kann. Trinity von Leon Uris sowie der nicht lesenswerte Fortsetzungsroman davon.

Paddy. Da denkt man auch an die Jungs, die einem das Golfbesteck hinterhertragen.

Vielleicht wird er ja mal so wie Tiger Woods. Und wir sind dann die Nachbarn. Die Paparazzi werden auf unserer Terasse lauern (dann bekommen wir vielleicht ein Photo, der hier Abgebildete ist nur das Double). Spannende Zeiten stehen bevor!

Es grüsst Paddy Practice!

Wenn ein Wal vorbeischwimmt...

... dann sieht das ungefähr so aus wie auf unserem Bild. Fragt sich nur, wer dann zuerst blinzelt.

Ansonsten gibt es nicht viel Neues, ausser dass es tatsächlich einen bis zwei regelmässige Leser dieses Blogs gibt. Hätte ich nicht für möglich gehalten. (Zugegeben, manche ermuntere ich sanft mit neuen Jiu-Techniken und die sagen dann wie Flooris: "Twist my arm - Ich mache es!". Und geht nach Harvard.)

Apropos Academia: Lars B. aus Bonn hat sich über Skype gemeldet und von seinem Promotionsvorhaben berichtet. Wenn er das Tempo beibehält, dann kann er mit dem frischen Doktorhut gleich in die neue beschlossene bundesdeutsche verspätete Rentenphase eintreten. Warten wir's ab.

Übrigens, obschon heute der Frühling beginnt, ist das Walwettschwimmen derzeit nur für extremst Abgehärtete möglich. Bei Schneesturm auf der A1 Richtung Bern hilft die folgende Fütterungsempfehlung: eine halbe Tasse Hüttenkäse, ein Kartoffelplätzchen und eine Messerspitze Zimt. Das hält kein Bünzli aus. Hat mich mein Chef heute gefragt, ob ich wüsste, was ein Bünzli ist! Hah! Mir, dem Erfinder der eigens für Bünzlis gestalteten Homepageverweisung! Dass ich nicht lache.

Am kommenden Freitag vergeht mir das Lachen, soviel steht fest. Ich war noch nie ein Freund von Metzgete und besonders nicht, wenn man hautnah dabei ist.

Ich werde berichten.
Einen schönen lauen Frühlingsabend wünscht
Peter Practice

Donnerstag, März 08, 2007

Technik die begeistert


Man betrachte die nebenstehende Abbildung. Wer hat hier wohl das Sagen gehabt: Die Techniker oder das Marketing? Gesunder Menschenverstand war jedenfalls nicht beteiligt, sprich ein Ökonom. Da weiss man ja gar nicht, worunter man den Kopf halten soll. Vergleiche mit Monstern der griechischen Mythologie erübrigen sich ob so viel kreativen Erfindergeistes. Wahnsinn.

Ebenso superscheisse ist ja diese Masche, mit immer grösseren und weicheren Betten die Kundschaft in die Hotels zu locken. Sogar eine eigene Grössenklassifizierung wurde dafür erfunden (mit King Size, Queen Size, Full Size, California King, Twin etc.), dessen genaue Bedeutung jedoch dem Nicht-hotelfachfrau/mann-ausgebildeten für immer verschlossen bleiben wird. Was erwarten die? Dass man noch drei bis vier Albaner zum Mitschlafen mitbringt? Dann müssten sie aber auch mehrere Fernbedienungen für den TV bereitstellen. Sogar der fetteste Amerikaner braucht keinen Bettwürfel mit dreieinhalb Meter Kantenlänge. Stupid!

Zudem bestehen die Bettdecken ja lediglich aus einer mit einem Tuch umwickelten Schafdecke. Nichts mit Daunen oder so, nichts was nach wenigen Minuten nicht bereits in die Komponenten zerfällt. Deswegen wahrscheinlich stopfen sie die Ränder immer unter die Matratze und lassen nur am Kopfende eine Art Briefkastenschlitz, in den man sich dann einfädeln kann. Das ist sicherlich für die Leute sinnvoll, deren Zehen nach hinten zeigen. Unsereins jedoch macht erst den Dauerlauf um die dreieinhalb Meter herum und befreit die eingestopften Zipfel und Kanten. Warum bloss? Hört das nie auf?

Der verzweifelte Peter Practice
grüsst aus Boston.

Samstag, März 03, 2007

Tauflose Tante


Das wollte ich schon vor Wochen schreiben, dann kam aber das Management Seminar (nicht unerwartet, um ehrlich zu sein) dazwischen. Die Leserschaft möge die blogfreien Tage verzeihen. So habe ich zumindest die Faschingszeit überbrückt und es besteht kein Zweifel an der Ernsthaftigkeit dieser Beiträge.

Den kleinen Colin-Fynn haben wir besichtigt und gleich frohen Herzens und unbesorgt in die Liste der Patenkinder eingereiht. Denn erst kommen ja Brüder und Schwestern, Eltern, Onkel und Tanten dran. Dann das Jugendamt. Und vielleicht noch andere, von denen wir jetzt noch nichts wissen. Also: easy. Oder, wie Mohammed sagte: "Stay calm".

Ausserdem möchte ich noch schildern, wie ein unscheinbarer, in die Jahre gekommender Saeco Kafee-Vollautomat einen harmlos begonnenen Samstag in einen echten Horror-Trip verwandeln kann. Nachdem wir voller Tatendrang das Original Saeco Entkalkungsmittelchen, nach dem unser Patient seit Wochen dürstet, unter Einsatz des Lebens und bei strömendem Regen erworben hatten, dann aber mangels Gebrauchsanweisung (man denkt an das Thema "RTFM") der passende Programmknopf nicht gleich gefunden wurde, ging es statt ans Entkalken eben ans Spülprogramm. Dass selbiges nach sechs Stunden Bitten und Flehen (kombiniert mit gelegentlichem Master Reset und Steckerrausundwiederrein) noch immer im undefinierten Zustand seine Runden drehte, musste eben ein bisschen Gewalt ran. Hilft nicht immer, aber immer öfter (siehe Krawalle in Kopenhagen). Dann schnell gespült, schnell entkalkt, gedreht, geschossen, Tor. Heimlich Bundesliga angeguckt.

Der Tag hatte aber auch sein Gutes. Ein neues Verb im Schweizerdeutschen kennengelernt: "schneuken". Heisst soviel wie "stöbern" oder "schnuppern" (z.B. nach spacigen Telefonen im MediaMarkt). War dann auch spontan und erfolgreich. Und gut. Als Belohnung soll es auf der Homepage eine eigene Seite für die Handyfotoreihe "Skies & Clouds" geben. Weil ich mich jetzt daran setzen werde, schliesst dieser Post hier, oben ein Vorgeschmack auf die neue Seite, aufgenommen auf der Fahrt zum McDonalds in Bad Säckingen.

Gutes Restwochenende wüscht
Peter Practice

Montag, Februar 12, 2007

Alter Passat


Unglaublich, dass man solche Mühlen noch rumfahren sieht. Damals, Mitte der Achtziger, hatte der Ernie so einen, in Eidottergelb. Den hat dann der Ramon gekauft und ist noch jahrelang damit rumgefahren, also den Passat, nicht den Ernie. Ich sollte öfter mal mit der Handykamera am Aldi Werkhof A3 paparazzen, vielleicht kommen noch mehr Oldtimer.

Bis bald grüsst
Peter Practice

Donnerstag, Februar 08, 2007

Megacenter - Megapharma


Mexico-Stadt: Regen. Detroit: Minus 20° C. So lässt sich die Gefühlslage der letzten drei Tage, die mich vom unteren an den oberen Rand der abgebildeten Landkarte führten, beschreiben. Morgen nachmittag geht es dann zurück in den Aargauer Regen, der bekanntlich gut für die Haut ist und bei den Hundis das Fell weich macht.

Ich habe jetzt rausgefunden, wo nur zwei Ausfahrten weiter, am Highway 23 Richtung Ypsilanti, die relevanten Einkaufsmöglichkeiten liegen. Im Barnes & Noble lässt sich stundenlang rumstöbern und es gibt dazu Cinnamon Rolls (mit wahrscheinlich mehr Kalorien als eine grosse Gorgonzola mit extra-von-allem und Zimtaroma) und leckeren Espresso (One Shot, den man aber mittelfristig überlebt).

Die Mitbringsel für die Daheimvordemfernseherinoerlikongebliebenen habe ich bekommen, obschon in diesem Teil der USA die Apothekenkette Duane Reade nicht vertreten ist. Dafür gibt es CVS und andere. Also, liebe Blogleser aus Teutschland: Keine Angst vor Apothekenketten! DR gibt es offenbar nur in New York.

Gebracht hat es aber dennoch was: Ich weiss jetzt, dass ein Rechenzentrum in Mexico als Megacentro bezeichnet wird und sich Geschäftsleute zum Abschied umarmen. Und ich dachte, das sei nur in Singapur so.

Man lernt nie aus. Deswegen jetzt schnell zum neuerworbenen Spider-Man-Heftli aus dem Barnes & Noble. Ich muss mich ja schon mal für Teil 3 einstimmen.

Gruss aus Michigian von
Peter Parker

Mittwoch, Januar 31, 2007

Im Schachen

Da lässt man sich vom Frauchen statt zum Nachtessen in die Notaufnahme chauffieren, um das Knie begutachten zu lassen (übrigens mein insgesamt dritter Besuch in eigener Sache im "E.R."), und dann wird man mit den abgebildeten Schächtelchen eingedeckt.


Wobei ich schon zugeben muss, dieses Mittelchen wirkt Wunder. Wahrscheinlich so ein zufällig im Algenschleim des Nordatlantik entdecktes Molekül, welches diese heilende Wirkung entfaltet. Nix mit gezielter Forschung und Design und so, einfach drübergestolpert beim blinden Herumstochern und Ausprobieren.

Wovon ich hier rede? Von state-of-the-art Pharmaforschung, wie das immmer so gerne genannt wird. Bla!, sage ich da nur. Aber was solls, der Gewinn wird ja repatriiert und wir freuen uns immer wieder über die Bilanzpressekonferenz des nicht grössten, aber am schnellsten publizierenden Pharmariesen Big N.

Es grüsst aus Madrid
Pharma Practice

Samstag, Januar 27, 2007

Maxi, die sprechende Regentonne


Dieser Running Gag ist nun schon einige Jahre alt, Zeit für die Veröffentlichung. Das Bild zeigt Maxi, die sprechende Regentonne. Häufig zu sehen im RTL Vorabendprogramm, insbesondere wenn der Ausblick Niederschlag verheisst, fliegen sie sie ein.

Es grüsst ins Wochenende
Peter Practice

Nachtrag

Ich werde oft gefragt: Herr Practice, wie machen Sie das? Wo sind Sie gerade? Wie schaffen Sie das?
Nun, hier ein Bild meines Büros in England, Grafschaft Leicestershire. (Da, wo ich vorgestern flugannullierungsbedingt hängengeblieben bin.) Das ist ein ehemaliger Bauernhof und man begegnet dort aggressiven, gehörnten, schottischen Kampfschafen, von denen mir aus Rücksicht auf die eigene Gesundheit keine Aufnahme gelang.

Es grüsst
Peter Practice

Donnerstag, Januar 25, 2007

Nahe Birmingham

Also, das SMS der Fluggesellschaft ist kurz und bündig: Ihr Flug wurde annulliert. Bitte setzen Sie sich mit Ihrem Reisebüro in Verbindung. Mehr nicht. Was soll man da auch noch grosse Worte verlieren, schonmal gut, dass die einen überhaupt informieren.

Das gibt mir die Gelegenheit, im Hotel, in das ich eigentlich nie wieder einchecken wollte, wieder einzuchecken. Dinge aufzuarbeiten, für die tagsüber keine Zeit war und Berichte zu lesen und "Review Notes" zu formulieren. Jetzt fehlt mir besagter Kollege, über dessen knallorange Oberbekleidung ich neulich schon berichtet habe, um dafür ein geeignetes Wort zu finden. Schliesslich gelten hier ja Regeln, und eine davon ist, diszipliniert auf Deutsch zu schreiben. Der Kollege brachte mir ganz neue Wörter bei, solche wie "Tischvorlage" (mein Handout) und Zuschlagsstoffe (meine Aggregates).

Wie wäre es mit Korrekturanmerkungen oder Korrekturnotizen? Mensch, wie heisst das denn? Es fehlt mir einfach ein passendes Wort, auch weiss ich noch immer nicht, wie die Riegel heissen, mit denen man in der Migros das Kassenfliessband in eigene und nachfolgenderkundeseitige Abschnitte unterteilt.

Egal, wie diese Riegel heissen, nur Völker, die sich gerne abgrenzen kennen sowas. Wer gleich nach erfolgtem Grundbucheintrag in den Baumarkt rennt und Jägerzaun am Laufmeter einkauft. Deutsche zum Beispiel. Aber: Wer sich für Jägerzäune entscheidet, der kann sich dann gleich noch einen Dackel kaufen.

Aber die Engländer, die spinnen ja wirklich. Ich bin ja gerade dort und es hat hier wirklich viele von denen. Aber den endgültigen Beweis, den Beleg, die Evidenz für den vielzitierten "Spleen" bringt mir das böse Internet. Wollte nur mal die Schlacht von Bosworth nachlesen, denn da befinde ich mich gerade, um die oben nur vage erwähnte Ortsbestimmung geringfügig zu präzisieren. Aber dann sind sie sich gar nicht einig, ob die Schlacht von Bosworth wirklich bei Boswort stattgefunden hat oder aber ganz woanders.

Im Internet erfahre ich von Dingen wie "Marilyn". So heissen in England Hügel, die über eine relative Höhe von mindestens 150 m verfügen. Die Namensgebung aber nur deshalb, um sich von dem schottischen Äquivalent, den Munros (ausgesprochen wie Monroe, aber nur 914.4 m) abzugrenzen! Krass, oddddr? Die weiteren Details kann die Leserschaft bei der englischen Wikipedia nachlesen.

Weiterhin zu erwähnen ist das so genannte "peak bagging" ein Nationalsport, bei dem möglichst viele dieser Marilyns bestiegen werden müssen. Dies aber nach äusserst komplexen Regeln, so rückwärts bei Schnee und im Winter und ohne Sauerstoffmaske,... Ausserdem streng von der Disziplin "highpointing" abzugrenzen. Allein beim Drübernachdenken und Niederschreiben wird mir ganz schlecht.

Das kann aber auch an dem riesigen Doppelburger gelegen haben, den ich mir, begleitet von Pommes und Coleslaw, auf das Zimmer bestellt und gleich verschlungen habe, liegen. Erst im Anblick des leeren Tellers fiel mir ein, dass dies ja auch das BSE-Land ist und Fleischverzehr schlimme Folgen haben kann. Dennoch habe ich Bedenken, den Burger und Begleiter wieder auszuspeien, sonst entsteht vor meinem Zimmerfenster womöglich noch ein neuer Marilyn und ich kann die ganze Nacht nicht von dem Lärm der vielen Peakbagger schlafen.

Wow. Mehr demnächst, dann hoffentlich wieder aus der Heimat.

Gute Nach wünscht
Peter Practice

Freitag, Januar 19, 2007

Nicht immer

Bayern wird entstoibert. Jemand schrieb, das hat er sich gut ausgesucht, an einem Tag, an dem über Orkane und Einstellung des Zugsverkehrs gesprochen wird. Merkt dann fast keiner.

Mein Kollege im Büro hat heute ein knalloranges Hemd mit einer knallorangen Krawatte getragen. Ganz klar die Handlung eines vorausschauenden Notfallplaners. Mit dieser Kleidung finden ihn die Retter viel schneller, sollte Kyrill ein Haus auf ihn draufwehen. Superschlau finde ich das, wirklich. Heute ist GV meines Turnvereins, die allerdings unspektakulär zu werden verspricht, nicht nur weil hier zu Lande kein Kyrill verbläst und gegen die GV des Hundevereins in der nächsten Woche alles verblasst. Dramatisch möchte man meinen.

Bis bald grüsst in die milde Frühlingslandschaft Euer

Peter Practice

Donnerstag, Januar 18, 2007

Din Daa Daa

Habe neulich mal wieder in der Zeitmaschine gesessen und muss schon sagen, die Achtziger waren schon genial. Obschon ich damals nicht wusste, dass statistisch gesehen, jeder Erdenbürger 52 Legosteine besitzt (The Economist, 26. Oktober 2006). Ich selber hatte damals schon keine mehr, oder jedenfalls war der Kasten, in dem ich sie aufbewahrt habe, bereits verschollen.

Ebenfalls wusste ich damals nicht von den vielen Dingen, die man als Teilnehmer einer Botox-Party als Gastgeschenk mitbringen kann: Mousepads, Becher, T-Shirts, Regenschirme, aber auch flüssigkeitsabweisende Küchenschürzen und kleine Umhängetaschen. Man fragt sich mit leichtem Stirnrunzeln (oder mit Mr-Spock-typischem Augenbrauenhochziehen nur rechts, wer's kann), welchen Zweck genau die beiden letztgenannten Dinge im Rahmen der Botox-Party haben. Vielleicht sollte man Gummistiefel anziehen oder zumindest ein paar Ersatzschuhe im Turnbeutel dabei haben.

Zurück zur Zeitmaschine. Damals in den Achtzigern gab es allerdings noch keine P2P Filesharing Clients und tragbare Musik kam vom Sony Walkman DDII Quartz mit zwei Kopfhörerbuchsen. Hat fast 300 Mark gekostet, wenn ich mich recht erinnere. Ausserdem gab es schon Tai Ginseng und Voltaren. Das habe ich nach dem Karate-Training häufig anstelle von Duschgel verwendet.

Es gab stattdessen Tupperware-Partys. Die gab es eigentlich schon vorher, Siebziger Jahre oder noch früher und der Oberhammer war, dass meine Grundschullehrerin für T.G. (Textiles Gestalten) den Elternabend kurzerhand in eine solche Tupperware-Party umfunktionierte. Das wäre heute so undenkbar wie Kopftuch und Kruzifix in bayerisch-osmanischen Klassenzimmern.

Obschon jetzt, wo König Stoiber abgedankt hat, bald wieder dieses antiautoritäre Gehabe ausbrechen wird und die jungen Erziehungsberechtigten heutzutage zum Elternabend aufgefordert werden, ihre Filesharing Clients mitzubringen. Oder Rahmdeckeli oder den iPod mit Wireless drin. Zustände sind das.

Wir wehren uns und werden dieses Jahr versuchen, einen langehegten Wunsch wahr zu machen: Den selbstgebastelten Adventskalender mit 31 Türchen, hinter dem es an jedem Dezembertag eine ganze Tafel Milka hat. Denn der Beschiss an den Skispringerknaben ist ja, dass Milka nur auf dem Kopf steht, aber keine Milka drin ist. Betrug, möchte man rufen! Aber sonst fliegt er ja nicht richtig weit und dann kommt der Simi aus der Schweiz oder der Lari Vättinääimänan aus dem Norden und macht unsere Adler platt. Die allerdings passen dann besser auf die Sondermünzprägung mit König Edmund und historischen Gebäuden aus Wildbad Kreuth.

Muss gehen, Urmeltiere füttern.

Gute Nacht wünscht
Peter Practice

Dienstag, Januar 16, 2007

Was fällt uns zu Paddy ein?


Da stellt man sich doch auf jeden Fall etwas Irisches vor. Ein Nachnahme, der mit grossem O Apostroph beginnt. Z.B. O'Sullivan oder O'Toole oder O'Bree. Schlechtes Wetter, irisches Wirtschaftswachstum und Hungersnot von 1845. Da lernten die Menschen, dass man Gras nicht essen kann. Trinity von Leon Uris sowie der nicht lesenswerte Fortsetzungsroman davon.

Paddy. Da denkt man auch an die Jungs, die einem das Golfbesteck hinterhertragen.

Vielleicht wird er ja mal so wie Tiger Woods. Und wir sind dann die Nachbarn. Die Paparazzi werden auf unserer Terasse lauern. Spannende Zeiten stehen bevor!

Es grüsst Paddy Practice!

Jäger und Sammler

Früher, ja früher war alles anders. Besser?

Früher zum Beispiel beugte man sich in trauter Eintracht über die Rahmdeckelisammlung und erfreute sich an den vielen bunten Bildli. Heute betrachten wir die Benutzereinstellungen von Excel und tauschen selbsterstellte Makros aus. So ändern sich die Zeiten.

Für das Foto haben wir deutsche Doubles, sozusagen Stuntwomen, engagiert.

Es grüsst in die alte und in die neue Welt

Peter Practice

Sonntag, Januar 14, 2007

Suvarnabhumi

Neulich habe ich ja schon über den neuen Flughafen in Bangkok kurz berichtet. Sie haben übrigens die Abfluggebühr bei internationaler Departure nicht erhöht, das sind immer noch 500 Baht, etwa 17 Schweizer Franken. Ansonsten ist mir noch nichts Negatives aufgefallen, ausser dass die Thai Silk Lounge jetzt kein gratis Wireless mehr anbietet und die Security-Schleusen vor den Gates ggf. eine zu geringe Kapazität aufweisen, um das Passagiervolumen flüssig abwickeln zu können. Als ich zu Gate C2 ging, drängten sich mehr als 500 Leute durch vier Schleusen. Wer es da eilig hat, hat ein Problem.

Es empfiehlt sich in einer solchen Situation, sich mit der Helmspitze einen Weg durch die Menge zu bahnen, so wie es diese Herrschaften taten (der eine war ganz rot vor Wut):

Einen schönen Sonntag noch wünscht
Peter M. Practice - das M steht für Meilenkonto.

Honigrezept

Ich werde oft gefragt, wie Honig eigentlich gemacht wird. Nun, das ist ganz einfach: Bienenspucke, Zucker und etwas von dem gelben Feinstaub, der im Sommer immer auf unseren Autos liegt und häufig als Saharastaub (staubus sahariensis) bezeichnet wird. Die Autowaschanlagen haben extra Filter dafür eingebaut und die Imker können sich das Zeug dort abholen.

Siehste, so einfach ist die Welt.

Gruss,
Simple Practice

Wo kein Satellit weht...

Zugegeben, die Achtziger waren schon genial, rein musiktechnisch gesehen (aber auch der neulich erwähnte Zauberwürfel spielte eine wichtige Rolle). So mit Extrabreit, Grauzone, Hubert Kah, Nena, Spliff, Joachim Witt und meinetwegen auch BAP. Dazu gab es Depeche Mode, Frankie Goes To Hollywood, Billy Idol, u.v.m. Meinetwegen auch Kylie Minogue. Nicht jedoch Rick Astley.

All das gibt es heute nicht mehr. Auch Nena Version 2006 und Daniel Küblböck konnten das nicht ändern. Wir hoffen, dass zwei Umlaute im Namen ihm das internationale Reisen erheblich erschweren. Man wünscht sich glatt noch ein scharfes S und Muhamad als Mittelnamen dazu, damit er in sämtlichen Fahndungscomputern der CIA an oberster Stelle figuriert und Herr K. vielleicht irgendwann mal in Guantanamo auftaucht. Ich vermute, der hätte sogar noch Freude an den roten Overalls, so wie seinerzeit Herr Jauch im Rätselflughelikopter.

Wann aber hat es aufgehört mit der tollen Musik? Spätestens seit New Kids on the Block und derlei Mist waren die Achtziger vorbei. Ich erinnere mich noch daran, dass im Logo Techno-"Musik" das Programm zunächst phasenweise bestimmte - wie es auch immer die Heavy-Metal-Einschübe gab, damit die Langhaarigen mit den Jeansjacken ihre Luftgitarren nicht umsonst mitgebracht hatten - später dann lief ausschliesslich Techno.

Deswegen ist es auch komplett überflüssig, innerhalb von Techno von unterschiedlichen Stilrichtungen zu sprechen, wie das die "Musikexperten" der Neunziger taten. Es ist doch einfach so: Es gab schöne Musik, dann kam Techno. Und das war komplette Scheisse. Egal ob House, Acid, etc. Einfach unausstehliche Lärmbelästigung. Es unterscheidet ja auch niemand verschiedene Arten von Lärmbelästigung durch Presslufthammer. Das nennt man einfach Krach, jede weitere Differenzierung erübrigt sich.

Dennoch sollte man auch gegenüber den Achtzigern nicht alles kritiklos hinnehmen und rückwirkend verklären. Schliesslich sind die Erwachsenen von damals im grasgetränkten, wenn nicht sogar grasgesättigten Dunstschleier der Sechziger und Siebziger aufgewachsen. Mit Schweinereien wie Woodstock, Deep Purple, Creedence Clearwater Revivial und The Who. Da soll mal einer behaupten, das waren tolle Zeiten. Im permanenten Opiumschleier ist es doch kein grosses Wunder, wenn sich die ein oder andere Gehirnhälfte damals in psychedelischem Rauch aufgelöst hat. Und der Rest war auch ziemlich weich.

Was uns doch nur davor bewahrt hat, das gleiche Schicksal zu erleiden, war unser Welpengeruch und das regelmässig erscheinende Yps mit Gimmick. Niemand hat uns totgebissen und wir haben unsere persönliche Aufklärung ab 1980 erfahren. Dann wurde es hell, dann wurde alles irgendwie doch noch gut. Meine Leserschaft glaubt mir, alles was ich heute weiss, weiss ich entweder aus dem Yps oder weil ich es irgendwo sonst gelesen habe. Nicht, weil man es mir in der Schule beigebracht hätte (ausser dem Lesen selbst, das schon und das war gut). Wenn z.B. heute beim selben wie oben erwähnten Herrn Jauch eine fünfhunderttausend Euros-Frage gestellt wird, warum wissen wir die dann? Das ist der Beweis.

Jetzt muss ich aber los, ein paar Handyfotos für den nächsten Post schiessen. Oder heisst es "die Post"? Wir werden es herausfinden und berichten.

Solidarische Grüsse von
Peter Practice

Donnerstag, Januar 11, 2007

Geh, Pumuckl!

Da erfährt man so beiläufig, dass die eigenen Senseis diesen Blog mit nicht-gespielter Aufmerksamkeit lesen. Siehste, auch kleine Dinge machen Freude. Was ein Sensei ist? Das werde ich oft gefragt. Den meisten fällt nur noch das Senso ein, dessen Melodien man nachspielen musste, bis die Batterien alle waren oder der Hund es gefressen hat. Wurde immer wieder gerne genommen, wenn man allweihnachtlich von MB Spielen im Deutschen Farbfernsehen umworben wurde. War doch schon in Farbe, oder?

Ein anderes Spielzeug war der "Zauberwürfel", so etwa Mitte der 80er. Was mir erst ca. zwanzig Jahre später bewusst wurde, ist wie manipuliert wir damals vom deutschen Staat und dessen ebenfalls nicht-gespielter Obrigkeit waren. In der Schweiz hiess dieses Ding nämlich, wie überall in der Welt auch, einfach nur "Rubik's Cube". Das wollte man wohl den Deutschen unter dem nicht-anglizierten Wiedervereinigungskönig Kohl nicht zumuten, um ja keine Absatz-Einbussen hinnehmen zu müssen.

Ich darf alle Leser auffordern, Kommentare zu hinterlassen, dann lässt das Lock-In-Syndrom etwas nach. Wenn man die Aussenwelt wahrnimmt.

Ach ja, vom Königreich wollte ich noch berichten: Bin jetzt im Besitz eines gelben König-Poloshirts, welches immer montags getragen werden muss. Das überschneidet sich jedoch mit meiner allwöchentlichen Turnstunde und dann werden meine Senseis böse und drehen an meinen Gliedmassen herum wie ich damals am Zauberwürfel.

War in einem vietnamesischen Restaurant und das war sehr fein. Bin mit dem Skytrain gefahren und den Blicken anderer Farang ausgewichen. Alle die versuchen sich nämlich im Imitieren thailändischer Gleichgültigkeit und blicken introvertiert am eigenen gelben Poloshirt herab. Kenne langsam die Stationen Chit Lom, Ploen Chit, Mo Chit, Nana, Asoke usw. Vielleicht schreib ich mal einen Reiseführer für Zementsackschlepper.

Das erinnert uns wieder an die beliebte Sendung mit Ede Zimmermann: Nepper Schlepper Bauernfänger. Das war damals immer mein Berufswunsch, bis ich auf die Grundschule kam. Danach wollte ich Astronaut werden. Wie ich das geschafft habe, wird im nächsten Eintrag auf diesem Blog erzählt.

Jetzt heisst es wieder: Guet's Nächtle!

Peter Practice

PS: Hat Meister Eder eigentlich jemals verraten, wo der Kobold Pumuckl eigentlich hingehen soll? Heisst es sonst nicht immer: Da komm her! Oder "Da schaugst her!" mit Binnen-G.

Sonntag, Januar 07, 2007

Was fällt uns zu Penzberg ein?

Ich werde oft gefragt, wie sich solch schwierige Fragen der Zeit beantworten lassen. Das ist in der Tat nicht einfach, denn wir sehen uns alle ständig mit ungelösten Rätseln konfrontiert. Dazu zählen auch diese:

Warum dreht sich die Erde im Winter schneller als im Sommer?
Was unterscheidet Menschenaffen von Affen?
Warum habe ich noch kein iPhone?
Darf man Websiten-Layouts klauen?
Wem gehören die E-Mails?
Wo ist das Hackfleisch bzw. Wo ist das Geld?

Das sind alles Themen, die es sich anzugehen lohnt. Wir werden weiter berichten. Jetzt kommt gleich die Fam. Sch. aus G. und dann ist die Luft wichtiger, welche drahtlose Pakete von Mac zu Mac übermitteln muss. Mal sehen, ob ich so einen Airport konfiguriert kriege.

Noch ist die Stimmung gut, weil die Waage gleich nach dem Aufstehen eine leichte Massereduktion seit der letzten Messung angezeigt hat. Am Montag sagt der Kniedoktor dann, was los ist. Würde gerne am Abend dann im Turnverein mit Stöckchen spielen, mal sehen.

Ich werde berichten. Bis dahin: Viele Grüsse von

Peter Practice

Paul oder Peter

Das haben wir noch nicht genau rausgefunden, jedenfalls hat er Erkundigungen über mich eingezogen. Weiss nicht, was ich davon halten soll. Wer weiss, auf welchen Listen ich ohne jegliches Recht auf informationelle Selbstbestimmung jetzt aufgeführt bin. Hier im Kanton ist Datenschutz ja etwas Unbekanntes, ich sage nur: Autoindex.

Der kleine Finderlohn entwickelt sich prächtig und ich hoffe, dass er mich später mal nicht beisst. Vielleicht behalte ich einen der Dreikönigssinger und werfe diesen dann dem Finlay ins Maul, damit er bei von mir ablässt. Dieser Trick hat schon bei Daktari geklappt mit wilden namibianischen Säbelzahntigern. Oder war es bei Moby Dick? Oder Weisser Hai 2? Habe ich vergessen.

Daktari jedenfalls kam gleich nach der Drehscheibe mit Max Inzinger. Das war sozusagen der Urahn von Tim Mälzer und erneute Ausstrahlung der damaligen Folgen fände auch heute noch eine zahlreiche und begeisterte Anhängerschaft. Jedenfalls unter Leuten, für die es gern skurril-bizarr sein darf. Vielleicht findet sich ja ein Kanal des deutschen Farbfernsehens, der das wiederholen möchte.

Auf Kabel 1 lief ja mal eine zeitlang sonntagsmorgens gegen 7 Uhr die Wiederholung der "Profis" bzw. im Originaltitel: "CI5 - The Professionals". Das war noch eine richtige Krimireihe mit Action, Bodie und Doyle. Verfolgungsfahrten in London und Outskirts. Schiessereien. Auch die Autos waren unschlagbar, neulich habe ich mir Ford Capri Occasionen auf dem Netz angesehen. Super, diese Karre! Teilw. mit Vinyldach aus eingeschmolzenen Freddy Quinn-Schallplatten.

Nunja, nachher kommen die Eltern und dann ist es mit der küchenzeiligen Selbstbestimmung wieder dahin. Vielleicht ist die Idee, dem Finlay einen Dreikönig zum Frass vorzuwerfen, doch nicht so gut, schliesslich haben wir zuvor brasilianische Schokolade verteilt und die ist Gift für Hundis. Das verhält sich nämlich wie bei diesen russischen Schachtelpuppen: Im Bauch des Dreikönigs ist dann auch im Bauch des Finlays und das wollen wir nicht. Denn nur in Finnland ist Finnland Inland. Bzw. nur im Finlay ist Finlay Inlay.

Bin ab heute abend wieder im Reich von König Bumibhol und werde sicherlich bald wieder berichten.

Gruss
Peter Practice

Donnerstag, Januar 04, 2007

24

Ja, wer möchte nicht noch einmal 24 sein? Wahrscheinlich nur diejenigen, die noch nie 24 waren. Ich frage mich jedoch, blicken wir bald Neununddreissigjährigen auf die Knirpse herab weil wir es wirklich besser wissen und tatsächlich mehr Erfahrung haben oder einfach nur weil wir neidisch sind? Und denen die Jugend nicht gönnen?

Würden wir denn etwas anders machen?

Gruss ins neue Jahr!
Peter Practice

Hier noch ein Bildli aus der Serie "Skies"!