Der Hund hat jetzt eine Rettungskapsel. Sie hängt ihm um den Hals und kann zu Erkennungszwecken vergleichsweise einfach, jedoch nicht berührungsfrei, ausgelesen werden.
Damit wenn er in der kasachischen Steppe gelandet ist und die Retter die Luke öffnen (praktischer Schraubverschluss, wie im U-Boot zigfach verwendet und bewährt), brauchen sie nur die kleine Kapsel aufzuschrauben und können das niedliche Wauwau in den richtigen Zug nach Hause setzen.
Absolut wasserdicht durch Verwendung des von früheren Missionen her bekannten O-Rings, bestehend aus einer speziellen Asche-Kautschukmischung, besser bekannt als Gummi.
Geniale Erfindung, sowas, finden wir.
Grüsse
PP
Samstag, Oktober 30, 2010
Dienstag, Oktober 19, 2010
Gsuffa hams
So ein kleiner Quartierrundspaziergang mit dem Hund nach opulentem Nachtmahl tut Körper und Psyche doch immer wieder gut. Der Hund gängelt an der Leine beim Erspähen der Katzen und der Körper gängelt auch und dringt auf baldmögliche Erleichterung. Da wir als Spezies allerdings stubenunrein sind, muss das bis zu Hause warten. Anders als beim Hund.
Sonntag, Oktober 17, 2010
Abschied
| Schweizer Digital |
- eine 42cm Pizza in Fürth verspeisen;
- mit dem Velo den Fricktaler Höhenweg erkunden;
- im Löhr-Center einen Krokanteisbecher verspeisen;
- in Waldshut einen Krokanteisbecher verspeisen;
- in Rheinfelden Coupe Danemark verspeisen;
- bei Mère Cathérine über lästige Geigenspieler genervt sein;
- im Thai House in Aarau auf dem Balkon sitzen;
- im September mit der Kettensäge um das Dojo metzeln;
- in Biel überteuerten Espresso trinken;
- im Batmobil auf dem Nordring im Berufsverkehr stecken bleiben;
- Robidogsäckli ziehen;
- einen grossen Bogen um Wiener Godzillas machen;
- der Berner Gärtnerin zusehen;
- den Berg hinter der Betonmauer vermuten;
- den Staudensellerie hinten metzeln;
- auf der Kaiserstrasse Leonidas einkaufen;
- die Kuh Nobis melken;
- im Leonardo eine Pizza für fünf Franken essen;
- überteuerte Nikes kaufen.
Das macht es nicht einfach.
Es ist jedoch zu hoffen, dass
- Cream Cheese,
- günstige Nikes,
- Permafrost und Allradantrieb,
- {NOT}Eisbären
Die Abbildung zeigt eine echte Schweizer Digitalmilchvieh-Einheit (erkennbar an dem Funkmast, der aus dem Kuhrücken wächst). Deswegen gibt es hier auch keinen Analogkäse.
Gruss
PP
Mittwoch, September 22, 2010
Auf oder im Todesstern?
Heute, schon sehr früh am Morgen, die Eidgenössischen Räte waren noch nicht vollzählig bundesversammelt, lief eines der neueren Lieder von Nena, "Liebe ist" im DRS3 Hörfunk. Die Sängerin und ihre Band haben wir 1982 in der Rhein-Mosel-Halle auf einem Konzert gesehen. Bei E-Musik sagen wir "in" das Konzert, dagegen muss es bei U-Musik "auf" dem Konzert heissen.
Nena und ihrer Band Auftritt war damals der Höhepunkt und letzter "Act" der Veranstaltung mit Hubert Kah ("Sternenhimmel"), Relax ("Mir san a boarische Band") und dem weggebuhten Markus ("Ich will Spass", "Kleine Taschenlampe" sowie weiteres Liedgut, welches wir im Rahmen des NDW-Hypes gut fanden, von dem wir uns heute dagegen mit schleudertraumaauslösendemRelax, äh Reflex abwenden würden). Am Tag danach war eine Franzarbeit zu schreiben, die wir aber mit einer 2- ganz passabel bestanden haben.
Ganz typisch sind die heftigen Einatemgeräusche der populären Sängerin in bzw. auf ihrer frühmorgigen Darbietung. Fast entstand bei uns der Eindruck, hier singe nicht Nena, sondern Darth Vader.
Bei anderen Sangeskünstlern der U-Musik werden diese Laute wahrscheinlich als unerwünscht erachtet und daher aufnahmetechnisch weggeregelt oder mit dem Photoshop-Pendant für Musikaufnahmegeräte entsprechend editiert und eliminiert.
Aber nein, der Eindruck währt nur kurz, der schwarzbekittelte Lord sitzt ja seit über 30 Jahren in oder auf seinem Todesstern und verdient sich mit Aufnahmen für das TomTom Navi ein kleines Taschengeld zur spärlichen Galaxiszerstörerrente hinzu.
Im nächsten Post beschäftigen wir uns vertieft mit den Pensionsansprüchen ehemaliger Jedi-Ritter.
Gruss
PP
Nena und ihrer Band Auftritt war damals der Höhepunkt und letzter "Act" der Veranstaltung mit Hubert Kah ("Sternenhimmel"), Relax ("Mir san a boarische Band") und dem weggebuhten Markus ("Ich will Spass", "Kleine Taschenlampe" sowie weiteres Liedgut, welches wir im Rahmen des NDW-Hypes gut fanden, von dem wir uns heute dagegen mit schleudertraumaauslösendem
Ganz typisch sind die heftigen Einatemgeräusche der populären Sängerin in bzw. auf ihrer frühmorgigen Darbietung. Fast entstand bei uns der Eindruck, hier singe nicht Nena, sondern Darth Vader.
Bei anderen Sangeskünstlern der U-Musik werden diese Laute wahrscheinlich als unerwünscht erachtet und daher aufnahmetechnisch weggeregelt oder mit dem Photoshop-Pendant für Musikaufnahmegeräte entsprechend editiert und eliminiert.
Aber nein, der Eindruck währt nur kurz, der schwarzbekittelte Lord sitzt ja seit über 30 Jahren in oder auf seinem Todesstern und verdient sich mit Aufnahmen für das TomTom Navi ein kleines Taschengeld zur spärlichen Galaxiszerstörerrente hinzu.
Im nächsten Post beschäftigen wir uns vertieft mit den Pensionsansprüchen ehemaliger Jedi-Ritter.
Gruss
PP
Freitag, August 27, 2010
Mittwoch, August 18, 2010
Harley Days
Harley-Davidson-Fahrer sind Schwuchteln. Gesicherte Erkenntnis seit South Park, Episode 12, Staffel 13. Dies als Eingangsbemerkung bzw. Nullhypothese unseres heutigen Beitrags.
An einem heissen und sonnigen Juniwochenende waren wir in Hamburg. Gleichzeitig fanden dort die so genannten "Harley Days" statt. Tausende dieser amerikanischen Mistmühlen wurden in die Hansestadt bewegt und durften dort ein paar Tage herumknattern. Am Sonntag fand die grosse Abschlussprozession statt. Bis etwa 14:00 Uhr war die Stadt überfüllt von vorwiegend schwarzgekleideten (dazu später mehr) Bikern mit ihren Maschinen.
Interessanterweise war bereits eine Stunde später der ganze Spuk nahezu spurlos vorüber. Nicht einmal leere Bierflaschen und weggeworfene Plastikbecher waren zu sehen, jedenfalls nicht in materiellem Ausmasse.
Unserer Ansicht nach ist der plötzliche Aufbruch nicht allein dem Dosenpfand und dem am Nachmittag übertragenen Fussballspiels der deutschen Nationalmannschaft in Südafrika zu verdanken. Auch nicht dem Formel 1 Autorennen am gleichen Tag.
Nein, der Grund ist folgender: Die Harley-Fahrer sind ja eigentlich gar keine richtigen Biker. (Sie sind Schwuchteln, wie oben bereits bemerkt.) Sie sind im richtigen Leben Abteilungsleiter in Banken, Versicherungen oder Industriebetrieben; besitzen eine Marketingagentur, oder sind Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen. Vielleicht sind sie auch Partner einer Beratungsfirma oder dergleichen.
Deswegen mussten sie bereits am frühen Sonntagnachmittag wieder aus Hamburg abreisen, weil am Montag ja der Schreibtisch wieder auf sie wartete. Und den Nummernschildern nach zu urteilen waren dies teilweise beträchtliche Reisewege, die allerdings nicht auf eigener Harley-Achse zurückzulegen waren. Ob die technische Haltbarkeit der Maschinen oder die Kondition der Fahrer einer längeren Fahrt nicht gewachsen sind, wäre Gegenstand weiterer Forschung und soll hier nicht weiter betrachtet werden.
So sahen wir auch die in Hamburg's Nebenstrassen zu Dutzenden bereitstehenden Autoanhänger, in welche bei schweisstreibenden Temperaturen die Harleys für den Rücktransport verladen wurden. Die Fahrer haben ihre schwarzen, mit eingenähten Bierbäuchen aus Schaumstoff versehenen T-Shirts wieder ausgezogen und diese mit im Anhänger für den nächsten Harley-Event eingelagert. Die mächtigen Schaumstoffwampen im T-Shirt sind Gattungsmerkmale der Familie Harley-Fahrer und haben den wünschenswerten Effekt, dass die auf den Tank aufgeklebten Totenkopfreliefs keine Druckstellen auf der Haut hinterlassen. Im adrett-lässigen Polo-Shirt ging es dann schnell wieder auf die Autobahn in Richtung Heimat.
Wir konnten somit die Ausgangshypothese mit unseren Beobachtungen zweifelsfrei bestätigen.
Gruss,
Peter Practice
An einem heissen und sonnigen Juniwochenende waren wir in Hamburg. Gleichzeitig fanden dort die so genannten "Harley Days" statt. Tausende dieser amerikanischen Mistmühlen wurden in die Hansestadt bewegt und durften dort ein paar Tage herumknattern. Am Sonntag fand die grosse Abschlussprozession statt. Bis etwa 14:00 Uhr war die Stadt überfüllt von vorwiegend schwarzgekleideten (dazu später mehr) Bikern mit ihren Maschinen.
Interessanterweise war bereits eine Stunde später der ganze Spuk nahezu spurlos vorüber. Nicht einmal leere Bierflaschen und weggeworfene Plastikbecher waren zu sehen, jedenfalls nicht in materiellem Ausmasse.
Unserer Ansicht nach ist der plötzliche Aufbruch nicht allein dem Dosenpfand und dem am Nachmittag übertragenen Fussballspiels der deutschen Nationalmannschaft in Südafrika zu verdanken. Auch nicht dem Formel 1 Autorennen am gleichen Tag.
Nein, der Grund ist folgender: Die Harley-Fahrer sind ja eigentlich gar keine richtigen Biker. (Sie sind Schwuchteln, wie oben bereits bemerkt.) Sie sind im richtigen Leben Abteilungsleiter in Banken, Versicherungen oder Industriebetrieben; besitzen eine Marketingagentur, oder sind Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen. Vielleicht sind sie auch Partner einer Beratungsfirma oder dergleichen.
Deswegen mussten sie bereits am frühen Sonntagnachmittag wieder aus Hamburg abreisen, weil am Montag ja der Schreibtisch wieder auf sie wartete. Und den Nummernschildern nach zu urteilen waren dies teilweise beträchtliche Reisewege, die allerdings nicht auf eigener Harley-Achse zurückzulegen waren. Ob die technische Haltbarkeit der Maschinen oder die Kondition der Fahrer einer längeren Fahrt nicht gewachsen sind, wäre Gegenstand weiterer Forschung und soll hier nicht weiter betrachtet werden.
So sahen wir auch die in Hamburg's Nebenstrassen zu Dutzenden bereitstehenden Autoanhänger, in welche bei schweisstreibenden Temperaturen die Harleys für den Rücktransport verladen wurden. Die Fahrer haben ihre schwarzen, mit eingenähten Bierbäuchen aus Schaumstoff versehenen T-Shirts wieder ausgezogen und diese mit im Anhänger für den nächsten Harley-Event eingelagert. Die mächtigen Schaumstoffwampen im T-Shirt sind Gattungsmerkmale der Familie Harley-Fahrer und haben den wünschenswerten Effekt, dass die auf den Tank aufgeklebten Totenkopfreliefs keine Druckstellen auf der Haut hinterlassen. Im adrett-lässigen Polo-Shirt ging es dann schnell wieder auf die Autobahn in Richtung Heimat.
Wir konnten somit die Ausgangshypothese mit unseren Beobachtungen zweifelsfrei bestätigen.
Gruss,
Peter Practice
Mittwoch, August 11, 2010
53° 32′ N, 113° 30′ W
Und also sprach ich zu den Winternikes: Da kommt dann einiges auf euch zu! Macht euch auf was gefasst.
Sonntag, August 08, 2010
Wurzelbehandlung gefällig?
Meine Lieblingsbevölkerungsgruppe sind die Berater. Speziell die Gattung der Unternehmensberater. Heute klären wir auf, was die Damen und Herren Berater meinen, wenn sie von "Root Cause" sprechen. Es gäbe vielleicht ein deutsches Wort dafür, Wurzelgrund oder Wurzelursache, aber das hört sich so forstwirtschaftlich-ordinär und dermassen unprofessionell an, damit in der Zunft der Unternehmensberater völlig indiskutabel, so dass es grundsätzlich nicht verwendet wird. Wurzelgrund klingt zu sehr nach Botanik. Und macht ausserdem noch offensichtlicher als "Root Cause" klar, dass es sich um ein äusserst fragwürdiges Konzept handelt, wie wir noch sehen werden.
Was meint die Beraterzunft mit dem Begriff "Root Cause"?
Mit todernster Miene verkünden die Berater, die einzig wahre "Root Cause" gesucht, analysisiert, gefunden, ermittelt, festgestellt, etc. zu haben. Wirklich getan haben sie zumeist gar nichts. Aus dem Kontext ist meist zu schliessen, dass "Root Cause" angeblich in einem kausalen Zusammenhang zum Problem steht. Es kann vermutet werden, dass der Berater hier allen Ernstes behauptet, die eine, die alles begründende, die Mutter aller Ursachen für die (als problematisch beurteilte) Wirkung erkannt zu haben. Und damit die Voraussetzung für deren Beseitung geschaffen hat. Wow! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der gute Berater hat das bis zum Urknall zurückverfolgt, präzise analysiert und alles was jetzt zu tun ist, wäre die Auswahl der richtigen Medizin. Zum Beispiel eine Methode, wie der gefundenen "Root Cause" Herr zu werden ist und alles wird gut.
Wann verwendet der Berater diesen Begriff?
Der Berater verwendet diesen Begriff, wenn er nicht mehr weiter weiss. Wenn er fälschlicherweise annimmt, die Situation in Ihrem Unternehmen verstanden zu haben. Wenn er in Wirklichkeit aus seinem Methodenkoffer wahllos eine herausgegriffen hat. (Vielleicht nicht ganz wahllos, sondern die Methode, die gerade schick ist und schon anderen Beratungskunden zigfach angedreht wurde.) Und weil er nicht weiss, wovon er redet, wenn er das Wort "Root Cause" ausspricht.
Wie erkennt man solchen Bullshit-Talk?
Sehr häufig entlarvt der Berater oder die Beraterin sich selber. Wir sehen beispielsweise eine Folie (ein "Slide"), auf der unter der Überschrift "Root Cause" etwa fünf bis 25 Gründe genannt werden. Alle sind selbstverständlich "Root Cause". Alle 25. Hier wird unterschwellig natürlich eingestanden, dass es mit der so vollmundig behaupteten Monokausalität nichts ist. Wie so oft, spielen viele Faktoren zusammen und tragen zur Problemsituation bei. Es gibt eigentlich nie, den "einen" Grund für all das Übel, zu dessen Behebung der Berater einst gerufen worden war.
Dabei entlarvt ein kurzer Blick in die Literatur und es wird offensichtlich, wie irreführend das Bild der "Root Cause" doch ist. Betrachte z.B. die Pfahlwurzel im Gegensatz zu einem weit verzweigten Wurzelballen.
Was kann ich dagegen tun?
Beratergelaber zu entlarven ist vergleichsweise einfach. Wenn von einer "Root Cause Analyse" gesprochen wird, verlangen Sie diese Analyse.
Lassen Sie sich die vermuteten Wirkungsmechanismen aufzeigen. Wie, glaubt der Berater, habe die gefundene "Root Cause" die Problemsituation erzeugt? Wie zwangsläufig sind diese Mechanismen und Prozesse? Wurden alternative Verläufe, Einwirkung von Drittvariablen und nichtlineare Dynamiken ebenfalls in der Analyse berücksichtigt?
Stellen Sie diese Fragen. Überlegen Sie für sich, wie logisch und nachvollziehbar die Argumentation ist. Streichen Sie alle Anglizismen und sonstige Beratersprache ("Buzzwords") aus der Analyse heraus. Wie einleuchtend ist das was übrigbleibt?
Wenn von "Standards" die Rede ist (z.B. Standard-Schnittstellen, Standard-Rollendefinitionen, etc.), fragen Sie, wo diese dokumentiert und einsehbar sind. Wie häufig und wo werden die gleichen Standards eingesetzt, wieviele Beispiele können hier genannt werden? Häufig gar keine. Der Standard ist dann quasi neu, in Ihrem Unternehmen definiert, erstmalig eingesetzt und natürlich erfolgreich. Dass wir eigentlich einer grenzenlosen Experimentierfreude zusehen, einem Prozess des Versuch-und-Irrtums live in Ihrer Firma und auf Kosten Ihrer Mitarbeiter, wird verschwiegen.

Soweit unsere Ausführungen am heutigen rennfreien Sonntag. In einer der nächsten Folgen werden wir uns in ähnlicher Weise mit einem anderen bekannten und beliebten Begriff der Beratersprache, dem "Quantum Leap" beschäftigen.
Grüsse,
PP
Was meint die Beraterzunft mit dem Begriff "Root Cause"?
Mit todernster Miene verkünden die Berater, die einzig wahre "Root Cause" gesucht, analysisiert, gefunden, ermittelt, festgestellt, etc. zu haben. Wirklich getan haben sie zumeist gar nichts. Aus dem Kontext ist meist zu schliessen, dass "Root Cause" angeblich in einem kausalen Zusammenhang zum Problem steht. Es kann vermutet werden, dass der Berater hier allen Ernstes behauptet, die eine, die alles begründende, die Mutter aller Ursachen für die (als problematisch beurteilte) Wirkung erkannt zu haben. Und damit die Voraussetzung für deren Beseitung geschaffen hat. Wow! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der gute Berater hat das bis zum Urknall zurückverfolgt, präzise analysiert und alles was jetzt zu tun ist, wäre die Auswahl der richtigen Medizin. Zum Beispiel eine Methode, wie der gefundenen "Root Cause" Herr zu werden ist und alles wird gut.
Wann verwendet der Berater diesen Begriff?
Der Berater verwendet diesen Begriff, wenn er nicht mehr weiter weiss. Wenn er fälschlicherweise annimmt, die Situation in Ihrem Unternehmen verstanden zu haben. Wenn er in Wirklichkeit aus seinem Methodenkoffer wahllos eine herausgegriffen hat. (Vielleicht nicht ganz wahllos, sondern die Methode, die gerade schick ist und schon anderen Beratungskunden zigfach angedreht wurde.) Und weil er nicht weiss, wovon er redet, wenn er das Wort "Root Cause" ausspricht.
Wie erkennt man solchen Bullshit-Talk?
Sehr häufig entlarvt der Berater oder die Beraterin sich selber. Wir sehen beispielsweise eine Folie (ein "Slide"), auf der unter der Überschrift "Root Cause" etwa fünf bis 25 Gründe genannt werden. Alle sind selbstverständlich "Root Cause". Alle 25. Hier wird unterschwellig natürlich eingestanden, dass es mit der so vollmundig behaupteten Monokausalität nichts ist. Wie so oft, spielen viele Faktoren zusammen und tragen zur Problemsituation bei. Es gibt eigentlich nie, den "einen" Grund für all das Übel, zu dessen Behebung der Berater einst gerufen worden war.
Dabei entlarvt ein kurzer Blick in die Literatur und es wird offensichtlich, wie irreführend das Bild der "Root Cause" doch ist. Betrachte z.B. die Pfahlwurzel im Gegensatz zu einem weit verzweigten Wurzelballen.
Was kann ich dagegen tun?
Beratergelaber zu entlarven ist vergleichsweise einfach. Wenn von einer "Root Cause Analyse" gesprochen wird, verlangen Sie diese Analyse.
Lassen Sie sich die vermuteten Wirkungsmechanismen aufzeigen. Wie, glaubt der Berater, habe die gefundene "Root Cause" die Problemsituation erzeugt? Wie zwangsläufig sind diese Mechanismen und Prozesse? Wurden alternative Verläufe, Einwirkung von Drittvariablen und nichtlineare Dynamiken ebenfalls in der Analyse berücksichtigt?
Stellen Sie diese Fragen. Überlegen Sie für sich, wie logisch und nachvollziehbar die Argumentation ist. Streichen Sie alle Anglizismen und sonstige Beratersprache ("Buzzwords") aus der Analyse heraus. Wie einleuchtend ist das was übrigbleibt?
Wenn von "Standards" die Rede ist (z.B. Standard-Schnittstellen, Standard-Rollendefinitionen, etc.), fragen Sie, wo diese dokumentiert und einsehbar sind. Wie häufig und wo werden die gleichen Standards eingesetzt, wieviele Beispiele können hier genannt werden? Häufig gar keine. Der Standard ist dann quasi neu, in Ihrem Unternehmen definiert, erstmalig eingesetzt und natürlich erfolgreich. Dass wir eigentlich einer grenzenlosen Experimentierfreude zusehen, einem Prozess des Versuch-und-Irrtums live in Ihrer Firma und auf Kosten Ihrer Mitarbeiter, wird verschwiegen.
Soweit unsere Ausführungen am heutigen rennfreien Sonntag. In einer der nächsten Folgen werden wir uns in ähnlicher Weise mit einem anderen bekannten und beliebten Begriff der Beratersprache, dem "Quantum Leap" beschäftigen.
Grüsse,
PP
Dienstag, August 03, 2010
Wo wo bist Du, wo wo bist Du? (SMG, ca. 1980)
Wir berichten über das literarische Werk "You Are Here - A Portable History of the Universe" von Christopher Potter www.christopherpotter.co.uk. Nebenbei bemerkt, frühzeitiges Betrachten der miserablen Homepage des Autors hätte den Erwerb und damit auch diesen Post verhindert sowie dem Rezensenten etwa 20 kanadische Dollars gespart.
Was Herr Potter hier vorlegt, ist im Grunde genommen eine verkürzte Nacherzählung von Bill Bryson's "Short History of Nearly Everything", die wir im Herbst 2005 durchgenommen haben. Die einander ähnlichen Buchtitel legen dies ebenfalls nahe.
Damit ist der Inhalt bereits im Wesentlichen charakterisiert und wir können uns auf die Unterschiede in der Präsentation konzentrieren. Vom fulminanten Bryson'schem Erzählstil ist bei seinem Landsmann Potter nichts zu spüren. Kein feiner britischer Humor, keine ironischen Seitenbemerkungen und auch keine Anekdoten aus den Leben der zahlreich vorkommenden Wissenschaftler vergangener Jahrhunderte findet sich. Potter bleibt hier flach wie die Landschaft von Saskatchewan, was sich natürlich auch beim Seitenzahlenverbrauch niederschlägt (294 gegenüber 687 bei Bryson).
Zugute halten wir Potter, dass er sich offenbar mit griechisch-antiken und neuzeitlichen Philosophen etwas besser auskennt oder zumindest in der Lage ist, passende Zitate zu finden und einzubauen. Eventuell sind aber auch die Möglichkeiten von Wikiquotes zwischenzeitlich erweitert und bedienerfreundlicher geworden als noch zu Beginn der Dekade, während Bryson recherchierte.
Anders als dieser scheut Potter nicht vor der wissenschaftlichen Notation grosser Zahlen und beraubt sich damit der Möglichkeit, eindrucksschindende Vergleiche wie in der "Short history" liefern zu können (z.B. Erbse in Kathedrale = Atomkern zu Elektronenhülle). Dies geschieht zugunsten der nüchternen Darstellung in Zehnerpotenzen.
Konsequent meistert Potter, sozusagen als "roter Faden" in seinem Werk, den wiederkehrenden Bezug auf Kopernikus, das geozentrische und später heliozentrische Weltbild und die Frage nach unserer Sonderstellung im Universum. (Um es vorweg zu nehmen: Nein, diese Sonderstellung haben wir auf keiner der angelegten Skalen und dies zeigt Potter regelmässig und eindrücklich auf.) Damit unterstreicht er den Buchtitel und seine Argumentationskette, ohne den Rahmen ausufern zu lassen. Eben kein "nearly everything".
Wer sich bereits eine Basisbibliothek zu Themen wie Entstehung des Universums und der Galaxien, Inflation, Einstein und Lichtgeschwindigkeit, Sterne und Planeten, der Erde und ihrer verschiedenen lebenden und toten Lebewesen einschliesslich des Menschen aufgebaut hat, kann auf dieses Werk getrost verzichten.
Unser Fazit: Wer die "Short History" gelesen hat, braucht dieses Buch nicht mehr. Für alle anderen ist es lohnend und es überzeugt als eine leicht geschriebene kenntnisreiche, populärwissenschaftliche Darstellung mit nachvollziehbarer Argumentationsführung.
Unser Text bezieht sich auf die US Paperback Ausgabe.
Gruss,
PP
Samstag, Juli 03, 2010
Identity Theft
Wir vermuten ja, dass Joachim Löw, wenn er unerkannt durch die Fussgängerzone einer beliebigen deutschen Stadt (sehen eh alle gleich aus, Ansammlungen von Schlecker, Deutscher Bank, Kamps bzw. deren lokales Äquivalent, T-Mobile und E-Plus, P&C und H&M und C&A) schlendern will, einfach das schwarze Toupet abnimmt.
Dann erkennt ihn keiner, eventuell gelingt es ihm sogar, die deutliche Dialektfärbung zu verbergen. Völlig anonym, wie Lady Gaga ohne Outfit und Bemalung (die würde ohnehin niemand zur Kenntnis nehmen).
Diesen Trick hat er sich bei Atze Schröder abgeguckt. Der macht das genauso, Perücke und Sonnenbrille runter - wie Clark Kent in der Telefonzelle. Ein genialer Trick.
Wir werden oft gefragt, ob Jogi und Atze eventuell sogar die gleiche Person sind. Das halten wir für unwahrscheinlich, obschon, man hat die beiden noch nie zusammen auf einem Bildschirm gesehen. Könnte also was dran sein.
Wir bleiben dran und werden berichten.
Gruss
PP
Donnerstag, Mai 27, 2010
Loswerden
Da wird doch dieser Tage viel über das Thema diskutiert und ich werde oft nach meiner Meinung dazu gefragt. Die Leute (wer genau eigentlich?) sind unzufrieden mit den Privatsphäre-Einstellungen bei Facebook. Angeblich dringt zuviel private, schützenswerte Information ungewollt in das öffentlich einsehbare Internet. Kontrolle zu behalten wird zunehmend schwieriger und Standardeinstellungen entsprechend nicht der gewünschten Schutzstufe.
Es gibt Aufrufe zum Verlassen des FB und Anleitungen, wie das Konto deaktiviert werden kann, z.B. hier oder hier (beide in Englisch).
Allerdings - wir haben es nicht ausprobiert - wird eine solche Löschung rückgängig gemacht, wenn innerhalb von 14 Tagen ein Logon erfolgt. Falls man es sich anders überlegt, schätzungsweise, sozusagen als Hintertürchen um wieder reinzukommen.
Wir haben noch eine andere Weise gefunden und die ist womöglich effektiver und von wirklich dauerhafter Natur: Einfach gegen die Richtlinien von FB verstossen und die schmeissen einen raus. Z.B. beim Anlegen einer Gruppe erscheint dies:
Geht doch viel einfacher, oder nicht?
Gruss
PP
Es gibt Aufrufe zum Verlassen des FB und Anleitungen, wie das Konto deaktiviert werden kann, z.B. hier oder hier (beide in Englisch).
Allerdings - wir haben es nicht ausprobiert - wird eine solche Löschung rückgängig gemacht, wenn innerhalb von 14 Tagen ein Logon erfolgt. Falls man es sich anders überlegt, schätzungsweise, sozusagen als Hintertürchen um wieder reinzukommen.
Wir haben noch eine andere Weise gefunden und die ist womöglich effektiver und von wirklich dauerhafter Natur: Einfach gegen die Richtlinien von FB verstossen und die schmeissen einen raus. Z.B. beim Anlegen einer Gruppe erscheint dies:
Hinweis: Gruppen, die bestimmte Personen oder Personengruppen angreifen (z.B. rassistische, sexistische oder andere Hass-Gruppen) werden nicht toleriert. Die Gründung solcher Gruppen führt zur sofortigen Schließung deines Facebook-Kontos.
Geht doch viel einfacher, oder nicht?
Gruss
PP
Dienstag, Mai 25, 2010
Fehlt wer?
Für schlappe 148 Milliarden kann man sich doch mal ein Gyros mit Tsatsiki leisten, oder. Man gönnt sich ja sonst nichts. Obschon keine Gurken drin waren, die haben gefehlt, dafür aber reichlich Bioschnittlauch aus eigenem Anbau. Das ist übrigens ein Hobby, welches wir dem Herrn Koch doch ausdrücklich ans Herz legen wollen. Das entspannt und man ist viel an der frischen Luft. Er wird uns fehlen, oder?
Alexander der Grosse hätte mal mehr davon essen sollen, als ständig an irgendwelchen Gelagen teilzunehmen und sich dem Ebbelwoi hinzugeben. Dann wäre uns wahrscheinlich heute einiges erspart geblieben. Wir vermuten, er hätte ungedeckte Leerverkäufe gleich verbieten lassen und in ganz Makedonien und darüber hinaus SAP eingeführt.
Aber wir wollen die Leistungen des Grossen hier in keinster Weise schmälern. Mal ehrlich: Was habt ihr in euren Zwanzigern so gemacht? Auch Weltreiche erobert? Weit gefehlt?
Grüsse,
PP
Samstag, Mai 08, 2010
Preis mal Menge
Der wesentlichste Unterschied zwischen Scientology und der katholischen Kirche ist das Verfahren, die Gebühren der Mitglieder einzuziehen.
Mittwoch, April 21, 2010
Magneto aus Kroatien
Wer so ein Auto kauft, muss ein römisch-katholisch-gleich-dogmatisches, über alle isländischen Aschewolken hinausgehend gesteigertes Sendungsbewusstsein haben. "Schaut her Leute, ich kaufe mir eins der hässlichsten Autos die es momentan zu kaufen gibt, scheue keine klemmenden Gaspedale und mitleidige Blicke, denn ich, ICH rette die Welt. Wenn Eure Enkel überleben, liegt das an MIR!!!" so ist die unverblümte Botschaft. Die freuen sich wahrscheinlich noch über jede Rückrufaktion des Garagisten. Denn dann vermeiden sie noch mehr fossile Verbrennungserzeugnisse.
Wie zu Zeiten der mittelalterlichen Pestepidedemien ziehen die Prius Hybrid Fahrer durch die Lande und geisseln sich. Fügen sich Schmerzen zu, die bereits beim morgendlichen Anblick des Fahrzeugs in der Parklücke unweigerlich, von der Netzhaut her beginnend, entstehen. Wer eine Garage mit fernbedientem Rolltor hat, tastet nach der Mühle und steigt ein, ohne das Licht einzuschalten.
Aber irgendwann wird die Prius-Lüge aufgedeckt und dann war's das. Schlagartig vorbei ist es dann. Vielleicht ist ja auch das toyotaspezifische klemmende Gaspedal ein verzweifelter Versuch, das freigesetzte Ungemach wieder ungeschehen zu machen. Weg mit diesen Autos. Her mit dem Tesla.
Gruss
PP
Samstag, März 20, 2010
Literaturtipps

Wir haben die Geschirrspülmaschine eingeschaltet. Zweites Programm. Wenn man davor sitzt, den Fernseher ausschaltet, die Augen schliesst und lauscht, dann hört es sich an wie Brandung. So wie an der hawaiianischen Ozeanküste, wo die Wellen schlagen, das Meer rauscht und tosend die Gischt aufschäumt. Fast wie bei unserer Cappuccino-Milchinsel.
Wenn dann innen die Klappe wie eine Falltür aufgeht und der Mechanismus das vielschichtige Brausekügelchen in die Sosse entlässt, ist das wie wenn die Wellen mit aller Gewalt einen Surfer gegen die Klippen schleudern. Es plumpst einmal heftig, die Knochen splittern dumpf, dann kugelt er runter und in der Gischt wird er davongespült. Spurlos, mitsamt Board.
Wir empfehlen heute zwei Werke der Weltliteratur, beide schon leicht betagte Klassiker, aber absolut lesenswert:
1. Martin Walser: Brandung.
2. William Golding: Lord of the Flies.
Grüsse,
PP
Samstag, Februar 20, 2010
Weiter machen
Wenn man im Taxi sitzt und sich durch São Paulo fahren lässt, wird einem die Bedeutung des kosmologischen Prinzips klar. Man fährt stundenlang durch Gassen, Strassen und gelegentlich mal eine Schnellstrasse. Aber, es sieht alles gleich aus, egal in welche Richtung man fährt oder wohin man blickt. Und das stundenlang. Einförmig, homogen und isotrop. Das lernt man während einer Taxifahrt durch eine brasilianische Grossstadt. Nicht schlecht, oder?
Gruss,
PP
Gruss,
PP
Sonntag, Februar 07, 2010
Winterspaziergang mit königlichen Nachkommen
"It’s silly, no? / When a rocket ship explodes / and everyone still wants to fly", überlegt Prince unlängst in seinem melancholischen Lied "Sign 'O' the Times" (1987).
Von wegen! Ziemlich falsch liegt der kleine Barde damit. Unklug und sogar ziemlich schädlich ist es vielmehr, nach einem solchen Ereignis gerade nicht mehr fliegen zu wollen. Der kanadische Autor Daniel Gardner führt an, dass in einem Zeitraum von etwa einem Jahr nach den terroristischen Angriffen am 11. September 2001, fast 1'600 Menschen im Strassenverkehr zusätzlich umkamen, weil zuviele Menschen statt das Flugzeug zu benutzen, mit dem Auto gefahren sind. Wohlgemerkt, zusätzlich zu den unter normalen Bedingungen zu beklagenden Verkehrstoten.
Gardner beruft sich dabei auf Studien des am Berliner Max Planck-Institut forschenden Gerd Gigerenzer. Dieser hat die Statistik der Verkehrstoten von fünf Jahren vor bis fünf Jahre nach dem 11. September ausgewertet. Gigerenzer konnte damit die exakte Zahl von im Strassenverkehr umgekommenen US-Amerikaner aufgrund des Wechsels vom Flugzeug auf das Auto berechnen. Auch von dem Psychologen Gerd Gigerenzer weiss Peter Practice ein Buch wärmstens zu empfehlen.
Es grüsst am Ende eines verregneten Wintertages,
PP
Gerd Gigerenzer (2008): Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition. Aus dem Englischen von Hainer Kober. Goldmann Verlag. Original: Gut Feelings (2008).
Daniel Gardner (2008): The Science of Fear: How the Culture of Fear Manipulates Your Brain. London: Penguin Books Ltd.
Freitag, Januar 08, 2010
Daisy kommt
Das ganze war ein Riesenreinfall. Obschon viele, nicht nur PP, es gewusst haben. Maximal zehn Prozent der Bevölkerung haben sich gegen die Schweinegrippe impfen lassen, obschon mit dem gar garstigen Namen der Bedrohungscharakter dieser fiesen Krankheit noch unterstrichen werden sollte. Hat alles nicht geklappt und die Länder bleiben jetzt auf den Kosten für das Impfmittel sitzen. Man hofft auf Kulanz der Herstellerin.
Die wird es auch geben, aber sicherlich nicht umsonst. "There is no free lunch", erst recht nicht, wenn man sich mit Big Pharma ins Nest legt.
Jetzt probieren sie schon etwas Neues. Daisy, die böse Schneestürmin, ist im Anmarsch. Wenn schon nicht geimpft, dann kauft Euch wenigstens eine ordentliche Ladung Streusalz und recht viele Tomaten und Eier, Konserven und sonstige Lebensmittel. Es ist jetzt alles egal, Hauptsache der Konsum wird angekurbelt, jeder Hartz IV-Empfänger muss mithelfen, den Karren aus dem Dreck zu ziehen. Jedes Mittel ist recht. Und wieder soooo plump gemacht.
Beste Grüsse,
PP
Freitag, Dezember 11, 2009
Festlich, mei
Gestern wurde bei den Nachbarn das Adventsfenster Nr. 10 geöffnet. Da dürfen dann alle Kinder aus dem Ort herbeieilen und der Zeremonie beiwohnen. Logischerweise sind auch Mütter dabei, denn alleine lässt man die Gofen ja nicht bei Dunkelheit mit dem Auto fahren. Es gibt dann Plätzchen, Schinkengipfeli und Getränke.
Da Herr und Frau Peter Practice kinderlos sind, wir aber trotzdem an dem Ereignis teilhaben wollten, sollte eigens zu diesem Anlass ein Kind ausgeliehen werden. Wir wollten ein Kleinkind irgendwo hernehmen (natürlich nur leihweise), um es dann auch mit Glühwein und Keksen abzufüllen. Als wir dies allerdings dem Verleiher kundtaten, weigerte er sich urplötzlich. Also sind wir ohne Kleinkind rüber. Haben trotzdem mitgetrunken und gelacht.
Dennoch, es müsste eine Art umgekehrte Babyklappe geben. Wo man ein Baby eben rausnimmt, wenn man mal eins braucht. Es gibt ja noch andere Situationen, in denen sich sowas als nützlich erweist. Nicht nur beim feierlichen Adventsfensteröffnen, sondern auch im Supermarkt beispielsweise. Single-Männer nutzen dort gerne die magnetische Wirkung des Babys aus. Insbesondere solche mit Angst vor Hunden (die ja im Supermarkt ohnehin nicht eingelassen werden).
Wenn dann die Windel voll ist, legt man es zurück.
Wurde das nicht sogar in der DDR so praktiziert?
Vielleicht könnte man hier mal drüber nachdenken.
Gruss
PP
Da Herr und Frau Peter Practice kinderlos sind, wir aber trotzdem an dem Ereignis teilhaben wollten, sollte eigens zu diesem Anlass ein Kind ausgeliehen werden. Wir wollten ein Kleinkind irgendwo hernehmen (natürlich nur leihweise), um es dann auch mit Glühwein und Keksen abzufüllen. Als wir dies allerdings dem Verleiher kundtaten, weigerte er sich urplötzlich. Also sind wir ohne Kleinkind rüber. Haben trotzdem mitgetrunken und gelacht.
Dennoch, es müsste eine Art umgekehrte Babyklappe geben. Wo man ein Baby eben rausnimmt, wenn man mal eins braucht. Es gibt ja noch andere Situationen, in denen sich sowas als nützlich erweist. Nicht nur beim feierlichen Adventsfensteröffnen, sondern auch im Supermarkt beispielsweise. Single-Männer nutzen dort gerne die magnetische Wirkung des Babys aus. Insbesondere solche mit Angst vor Hunden (die ja im Supermarkt ohnehin nicht eingelassen werden).
Wenn dann die Windel voll ist, legt man es zurück.
Wurde das nicht sogar in der DDR so praktiziert?
Vielleicht könnte man hier mal drüber nachdenken.
Gruss
PP
Samstag, Dezember 05, 2009
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